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Schleswig-Holstein

03. Dezember 2016 | 14:45 Uhr

Sternwarte Neumünster : Groß wie seit 68 Jahren nicht mehr: Am Montag leuchtet der Supermond

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Der Mond ist der Erde nah, gleichzeitig ist Vollmond: Himmelsgucker können ein ganz besonderes Phänomen beobachten.

Neumünster | Eine Zwei-Euro-Münze statt eines Ein-Euro-Geldstücks – Himmelsbeobachter nehmen gerne diesen Größenvergleich her, um ein Phänomen am Abendhimmel zu beschreiben, das am Montag über Schleswig-Holstein zu sehen ist: der Supermond. „Wenn er am Abend des 14. November gegen 17.06 Uhr aufgeht, erscheint uns der Mond so groß wie seit 68 Jahren nicht mehr“, sagt Marco Ludwig, Leiter der VHS-Sternwarte in Neumünster.

Der Grund: Während seines knapp einmonatigen Umlaufes um die Erde kommt der Mond der Erde immer mal etwas näher und entfernt sich dann wieder, erklärt Ludwig. Denn der Erdtrabant befindet sich auf einer elliptischen Umlaufbahn. Maximal entfernt er sich dabei auf etwa 405.500 Kilometer und kommt dann wieder bis auf 363.300 Kilometer an unseren Heimatplaneten heran.

Und dieses Mal fallen zwei Effekte auf einen Zeitpunkt. Ludwig: „Wenn nun der Mond seine geringste Entfernung zur Erde erreicht und zufällig gleichzeitig auch Vollmond ist, erleben wir hier auf der Erde den größten Vollmond des Jahres. Genau das soll am Montag wieder geschehen.“ Das Resultat am Abendhimmel: Er erscheint etwa 14 Prozent größer als üblich und strahlt merkbar heller.

Über die sichtbare Größe des Mondes am Firmament – das Foto zeigt den Turm der Vicelinkirche Neumünster – sollte sich der Beobachter auf der Erde aber nicht täuschen lassen. Er erscheint in Wirklichkeit winzig. Gerne wird auf den „Daumentest“ verwiesen. Am ausgestrecktem Arm neben den Daumen gehalten, ist der Mond lediglich etwa halb so groß wie die Daumenkuppe.  

Weitere Infos gibt es auch unter auf der Website der Sternwarte Neumünster.

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erstellt am 10.Nov.2016 | 08:25 Uhr

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