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Schleswig-Holstein

08. Dezember 2016 | 19:21 Uhr

Nord- und Ostsee : Freies WLan am Strand: Im Sand liegen und surfen

vom
Aus der Onlineredaktion

In Strande und vielerorts in der Lübecker Bucht ist es schon Standard - freies WLan an Stränden. Noch wird landesweit aber auf die Initiative der Gemeinden gesetzt.

Strande/Kiel/Gömitz | Wenn Holger Klink mit seinem Smartphone an der Promenade unterwegs ist, ist er mit dem Internet verbunden – stabil, kostenlos und solange er möchte. Im Ostseebad Strande im Kreis Rendsburg-Eckernförde ist das seit dem vergangenen Sommer Standard für jedermann. „WLan ist heutzutage eine Grundvoraussetzung. In Hotels gehört es bereits so selbstverständlich wie das Badezimmer zur Ausstattung dazu“, sagt der Strander Bürgermeister. Außerdem sei das mobile Netz nicht überall entlang des Wassers ausreichend gut, sagt Klink. Umso wichtiger sei es, eine stabile Alternative anzubieten. „Das ist der einzig gangbare Weg.“ Denn auch direkt vom Strand  aus wollen Gäste Urlaubsfotos an die Daheimgebliebenen schicken, den Wetterbericht checken oder das passende Restaurant finden.

Standard sind frei zugängliche WLan-Netze an den Stränden von Nord- und Ostsee noch nicht, auch wenn Touristiker die Bedeutung der Online-Welten erkannt haben. „Die Einrichtung von WLan-Netzen ist gerade in Tourismusorten angesichts der Erwartungshaltung der Gäste ein wichtiges Thema“, sagt Torge Rupnow von der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein (Tash). Eine landesweite WLan-Strategie gebe es nicht, sagt Rupnow. „Jedoch wird das Thema im Zusammenhang mit der zurzeit laufenden Evaluation der Breitbandstrategie näher untersucht.“ Außerdem sollen die rechtlichen, technischen und organisatorischen Aspekte von WLan-Netzen in einer Modellregion untersucht werden, so der Tash-Sprecher. Bislang setze man auf die Initiativen der Gemeinden und die Zusammenarbeit der Akteure zum Beispiel mit privaten Freifunk-Initiativen.

Auch außerhalb von Strande gibt es ähnliche Angebote. So können vielerorts in der Lübecker Bucht – etwa in Timmendorfer Strand oder Travemünde – Gäste und Anwohner ihr mobiles Datenvolumen schonen, indem sie sich in öffentliche und kostenfreie WLan-Netze einloggen.

In Grömitz (Kreis  Ostholstein) lässt es sich  auch auf dem Wasser trockenen Fußes surfen, allerdings nicht überall kostenfrei. WLan-Karten gibt es bei der Touristinfo zu kaufen. Insbesondere für Gäste des Yachthafens sei WLan wichtig, sagt Tourismus-Chef Olaf Dose-Miekley. Sie wollten sich „organisieren wie zu Hause“.

Bereits vor zehn Jahren habe man den ersten WLan-Hotspot am Grömitzer Strand als „nice to have“ gestartet, heute gehe es gar nicht mehr ohne: Unterkunft und Reiseziel würden immer mehr auch nach der technischen Anbindung ausgesucht. „Die Nachfrage hat uns eingeholt“, sagt Dose-Miekley. Man wolle also auch künftig weiter aufrüsten und die heute abgedeckte etwa 2,5 Hektar große Fläche ausbauen.

Auch an der Nordseeküste setzt man vielerorts auf freies WLan. In Büsum (Kreis Dithmarschen) beispielsweise ist seit 2014 ein kleiner Abschnitt, seit der vergangenen Saison auch der Hauptstrand auf rund zwei Kilometern mit kostenfreiem WLan für Besucher mit einer Gäste-Karte versorgt.

Und weiter nördlich auf der Insel Sylt erstreckt sich entlang weiter Teile der Promenade am Westerländer Hauptstrand ein kostenfreies WLan-Netz für Besucher. Allerdings sei der Empfang direkt am Strand sehr eingeschränkt, sagt Christine Kühn vom Insel Sylt Tourismus-Service (ISTS). So können die Gäste im Strandkorb zwar unter freiem Himmel ohne Probleme im Internet surfen, doch „am Strand fängt der Urlaub an“, sagt Kühn. Empfang  hier also eher Glückssache. Viele Gäste wollten allerdings auch nicht rund um die Uhr erreichbar sein, sobald sie den Hindenburgdamm hinter sich gelassen hätten.

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erstellt am 30.Jul.2016 | 19:24 Uhr

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