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Schleswig-Holstein

11. Dezember 2016 | 07:17 Uhr

Von Deutschland nach Dänemark : Fehmarnbelt-Tunnel: Bauverträge im Wert von vier Milliarden Euro sind unterzeichnet

vom
Aus der Onlineredaktion

Vor kurzem noch wurde die Vertragsunterzeichnung kurzfristig abgesagt. Nun hat man sich doch geeinigt.

Fehmarn/Kopenhagen | Der Bau des Fehmarnbelt-Tunnels zwischen Dänemark und Deutschland hat eine weitere Hürde genommen. Die dänische Regierung und die internationalen Baukonsortien unterschrieben am Montagabend die ersten Bauverträge im Wert von vier Milliarden Euro, teilte die Planungsgesellschaft Femern A/S am Dienstag mit.

Die Unterzeichnung war ursprünglich für den 13. Mai geplant gewesen. Sie wurde dann aber kurzfristig abgesagt, weil beteiligte Firmen Beschwerde gegen die Vergabe eingelegt hatten.

Der Bau des 18 Kilometer langen Tunnels zwischen der dänischen Insel Lolland und Fehmarn soll frühestens 2019 starten. Noch fehlt dazu die Genehmigung aus Deutschland, die erst 2017 vorliegen soll. „Das Vorliegen des deutschen Planfeststellungsbeschlusses ist eine Bedingung, die für den Baustart erfüllt sein muss“, machte Femern-Chef Claus F. Baunkjær am Dienstag klar.

In Deutschland begehren vor allem Umweltschützer gegen das Projekt auf. „Unserer Auffassung nach verstößt das Vorhaben der festen Fehmarnbeltquerung unter anderem gegen nationales und europäisches Umweltrecht“, sagte Malte Siegert vom Naturschutzbund Deutschland.

Weil eine gerichtliche Klärung noch ausstehe, sei die Unterzeichnung der Bauverträge „eher eine Absichtserklärung“. Werde das Projekt gestoppt, „wären wahrscheinlich horrende Entschädigungen fällig.“ Die Kosten des Tunnels, die Dänemark trägt, werden auf sieben Milliarden Euro geschätzt, davon sind 6 Milliarden Euro für den Bau eingeplant. Deutschland muss für die Hinterlandanbindung auf der eigenen Seite zahlen.

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erstellt am 31.Mai.2016 | 13:30 Uhr

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