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Schleswig-Holstein

06. Dezember 2016 | 11:19 Uhr

Energiewende in SH : Erster Spatenstich für Bau der Stromtrasse „NordLink“

vom

Die Stromleitung „NordLink“ soll Windenergie aus Deutschland mit Wasserkraft aus Norwegen verbinden. Das zwei Milliarden Euro teure Projekt ist Bestandteil der Energiewende.

Nortorf | Schleswig-Holsteins Energiewendeminister Robert Habeck (Grüne) und die norwegische Botschafterin Elisabeth Walaas haben am Freitag in Nortorf (Kreis Steinburg) offiziell den ersten Spatenstich für die mehr als 620 Kilometer lange Stromverbindung „NordLink“ gefeiert.

Das rund zwei Milliarden Euro teure „grüne Kabel“ ist nach Angaben des Kieler Umweltministeriums die erste direkte Stromverbindung zwischen den beiden Ländern. Sie soll 2019 in Betrieb genommen werden. Der Austausch erneuerbarer Energien zwischen Deutschland und Norwegen ist ein Zukunftsbaustein der Energiewende. Er „ermöglicht das, was wir früher grundlastfähigen Strom genannt haben“, sagte Habeck. „Schleswig-Holsteins Netze haben für die Energiewende im Land und in der Republik eine entscheidende Bedeutung.“ Konflikte, „die es beim Netzausbau ohne Frage gibt“, seien in Dialogverfahren mit den Akteuren frühzeitig gelöst worden: „NordLink zeigt, wie gut der Netzausbau in Schleswig-Holstein läuft.“

Die NordLink ist als Hochspannungs-Gleichstromübertragung konzipert und hat eine Kapazität von 1400 Megawatt. Sie besteht aus einem 516 Kilometer langen Seekabel, das in einer Meerestiefe von bis zu 410 Metern durch deutsche, dänische und norwegische Hoheitsgewässer verlegt wird.

Dazu kommen auf deutscher Seite 54 Kilometer Landkabel sowie 53 Kilometer Freileitung auf norwegischer Seite. An den Endpunkten wird der Gleichstrom in speziellen Konverterstationen zurück in Wechselstrom gewandelt, um über ein Umspannwerk in das nationale Stromnetz eingespeist zu werden.

Die NordLink-Kabel haben einen Durchmesser von bis zu 13 Zentimetern und wiegen bis zu 50 Kilogramm pro Meter. Die Leitung kann mehr als 3,6 Millionen Haushalte in Deutschland mit erneuerbarer Energie versorgen. Gleichzeitig trägt sie den Angaben zufolge zur Erhöhung der Versorgungssicherheit und der Netzstabilität und soll Engpässen im deutschen im deutschen Stromnetz entgegenwirken.

Für die Bauarbeiten werden rund drei Jahre veranschlagt. Die Leitung soll 2019 in Betrieb genommen werden. Dann kann mit den Kapazitäten der Wasserkraftwerke in Norwegen den Engpässen im deutschen Übertragungsnetz entgegen gewirkt werden.

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erstellt am 16.Sep.2016 | 12:40 Uhr

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