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Schleswig-Holstein

26. Juli 2016 | 08:25 Uhr

Helgoland : Erneut tote Pottwale an der Nordseeküste

vom
Aus der Onlineredaktion

Zwei Meeressäuger wurden vor Helgoland gesichtet. Das Wasser- und Schifffahrtsamt plant die Bergung der Kadaver.

Helgoland | Nach der Strandung von zwei toten Pottwalen auf der ostfriesischen Insel Wangerooge sind jetzt auch vor Helgoland zwei tote Wale entdeckt worden. Einer von ihnen trieb am Dienstagvormittag in Richtung Norden zwischen der Hauptinsel und der Düne hindurch. 

Pottwale sind in der Nordsee sehr selten anzutreffen. Sie ist eigentlich zu flach für die riesigen Meeressäuger. Erst vor wenigen Tagen wurden zwei verendete Tiere auf der Nordseeinsel Wangerooge in Niedersachen angespült. Vermutlich haben sie sich verirrt.

Offenbar gehören sie zur selben Gruppe von Pottwal-Bullen wie die beiden auf Wangerooge gefundenen Tiere. „Es kommt hin und wieder vor, dass Bullen auf dem Weg vom Nordmeer zu den Weibchen am Äquator falsch abbiegen und in der Nordsee landen“, sagte Biologe Christof Goetze von der Schutzstation Wattenmeer.

Experten vermuten, dass die Tiere sich in die flachen Gewässer verirrt haben.

Experten vermuten, dass die Tiere sich in die flachen Gewässer verirrt haben.

Foto: Brigitte Rauch
 

Das Meer sei für sie jedoch zu flach, und sie verlieren die Orientierung. „Mögliche Ursachen für das falsche Abbiegen sind die Lärmimissionen der Gas- und Ölindustrie, denkbar ist aber auch, dass sie im Sturm von Anfang Januar verwirrt waren“, so Goetze. Das Schiff „Neuwerk“ des Wasser- und Schifffahrtamtes Cuxhaven fuhr am Dienstag zu den über zehn Meter langen Kadavern hinaus und sollte prüfen, ob sie für die Schifffahrt eine Gefahr darstellen. In dem Fall müssten sie geborgen werden.

Die Pottwale sind etwa zehn Meter lang und beide männlich, teilt die Kurverwaltung Helgoland mit.

Die Pottwale sind etwa zehn Meter lang und beide männlich, teilt die Kurverwaltung Helgoland mit. 

Foto: Rebecca Störmer
 
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erstellt am 12.Jan.2016 | 15:44 Uhr

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