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Schleswig-Holstein

08. Dezember 2016 | 01:22 Uhr

Höchster Berg in SH : Der Bungsberg bleibt baumfrei für den Wintersport

vom
Aus der Onlineredaktion

Die Grundstückseigentümer wollten den Berg aufforsten. Der Skilift sollte abgestellt werden.

Schönwalde am Bungsberg | Auf dem Bungsberg sollten Bäume gepflanzt werden. Diese Pläne haben keinen Bestand mehr. Die Grundstückseigentümer-Familie zog ihren Antrag auf Aufforstung der Fläche auf Schleswig-Holsteins höchster Erhebung (167,4 Meter) im Kreis Ostholstein zurück.

Die Hänge des Bungsberges werden im Winter bei Schnee gerne von Rodel- und Skifans befahren. Wäre der Berg bewaldet worden, hätte dies das Aus für den Wintersport bedeutet.

Zugleich erklärten die bisherigen Betreiber des Lifts am Freitag, dass sich die Gemeinde Schönwalde einen Nachfolger suchen müsse. Der Lift gehört der Gemeinde, wurde aber seit vielen Jahren von der Familie betrieben. Im April hatte sie beim Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume einen Antrag auf Aufforstung gestellt.

In den Konflikt hatte sich sogar Ex-Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU) als Vermittler eingeschaltet. „Die Aufforstung ist vom Tisch“, sagte Carstensen am Freitag.

In einer Erklärung der Eigentümer heißt es, man wolle sich konstruktiv an einer Lösung beteiligen. „Auch um unseren guten Willen zu zeigen, haben wir deshalb den Antrag auf Aufforstung zurück gezogen.“ Den Betrieb des Schlepplifts könne die Familie jedoch wegen des Arbeitsaufwandes nicht mehr leisten. „Der Skilift ist eine Attraktion für die ganze Region. Er zieht bei entsprechendem Wetter viele Menschen an und sorgt auch für die Belebung der Gaststätte auf dem Bungsberg“ sagte die stellvertretende Bürgermeisterin von Schönwalde, Bärbel Seehusen (SPD).

Die Gemeinde habe als Mitglied des Zweckverbandes Bungsberg viel Geld in die Infrastruktur investiert. „Deshalb haben wir großes Interesse daran, dass der höchste Punkt Schleswig-Holsteins auch weiterhin öffentlich zugänglich ist“, sagte Seehusen. Die Eigentümerfamilie wartet nun auf ein Angebot der Gemeinde. „Wir können uns vorstellen, das Gelände zu kaufen, wenn der Preis für uns erschwinglich ist“, sagte Seehusen.

In nichtöffentlicher Beratung hatte die Gemeindevertretung im Juli bereits beschlossen, eine Aufforstung des Bungsberges abzulehnen, weil ihr ein öffentliches Interesse – die kulturelle Bedeutung der Bungsbergkuppe – entgegen stünde.

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erstellt am 29.Jul.2016 | 14:55 Uhr

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