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Landtagswahl in SH : Daniel Günther stellt Schattenkabinett der CDU vor

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Die CDU schickt mögliche Minister ins Rennen. Hans-Jörn Arp soll das Ressort Verkehr übernehmen. Klaus Schlie würde Innenminister werden.

(Foto: Carsten Rehder/dpa)

Knapp vier Wochen vor der Landtagswahl am 7. Mai hat Schleswig-Holsteins CDU-Spitzenkandidat seine Mannschaft für einen möglichen Regierungswechsel vorgestellt. Komplett ist sein Schattenkabinett aber noch nicht. Der 43-Jährige will in den kommenden Wochen mindestens noch einen Kandidaten für Umwelt und Landwirtschaft vorstellen - „um den Spannungsbogen zu halten“.

Günthers Schattenkabinett gehören neben der bereits früher vorgestellten Bildungspolitikerin Karin Prien auch Klaus Schlie (Innen), Barbara Ostmeier (Justiz) und Hans-Joachim Grote (Kommunen) an. „Die können alle ein Haus leiten, die können alle Minister werden“, sagte Günther. In seinem Team sind zudem Hans-Jörn Arp (Verkehr), Reinhard Sager (Finanzen), Kristina Herbst (Soziales), Friederike Kampschulte (Energie) und Oliver Grundei (Wissenschaft).

Klar ist bereits, dass nicht alle Minister werden. Als eine Garantie für einen Platz am Kabinettstisch will Günther die Vorstellung seines Teams deshalb auch nicht verstehen. „Wir verteilen hier überhaupt keine Posten“, sagte der Landeschef. Die Menschen im Norden müssten aber bereits vor der Landtagswahl wissen, welche Persönlichkeiten für eine Landesregierung bereitstünden.

Landtagspräsident Schlie hat bereits Kabinettserfahrung als Innenminister der Regierung von Peter Harry Carstensen (CDU). Die Justizpolitikerin Ostmeier und der Parlamentarische Geschäftsführer Arp gehören der Landtags-Fraktion an. Sager hat als Landrat im Kreis Ostholstein und Präsident des Deutschen Landkreistags reichlich kommunalpolitische Erfahrung. Grote ist seit zwölf Jahren Oberbürgermeister von Norderstedt. Kampschulte ist aktuell Referatsleiterin im Wirtschaftsministerium.

Günther habe Wert auf Verwaltungserfahrung seiner Kandidaten gelegt, sagte die 41-Jährige. „Das ist eine gute Mischung.“ Herbst leitet seit 2014 im Finanzministerium die Projektgruppe für die Sanierung des Universitätsklinikums.

Grundei ist seit 2007 Kanzler der Uni Lübeck. „Ich will Schleswig-Holstein zu einem Wissenschaftsland machen“, sagte er. Die Stimme der Hochschulen im Land sei in der Politik nicht ausreichend vertreten. Die Hamburgerin Prien will eine gerechte Schulpolitik machen, die Rückkehr zum Abitur nach 13 Jahren umsetzen und auch die Lehrerausbildung reformieren.

Spott für die CDU-Mannschaft gab es von der politischen Konkurrenz. „Wo viel Schatten ist, da ist kein Licht“, erklärte SPD-Landeschef Ralf Stegner. „Selten war der Begriff passender als für das heute vorgestellte ,Schattenkabinett' des konservativen Mitbewerbers.“ Hauptkriterium bei der Auswahl sei offenkundig gewesen, „dass niemand den kleinen Schatten übertreffen darf, den der Spitzenkandidat selbst wirft“.

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erstellt am 07.Apr.2017 | 12:40 Uhr

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