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Gewerkschaft Verdi : Busse stehen still – Warnstreiks im Nahverkehr in SH

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Der Stadtverkehr Lübeck und der SWN Verkehr in Neumünster werden am Montag bestreikt. Es folgen Flensburg und Kiel.

Lübeck/Neumünster | Ein ganztägiger Warnstreik hat den öffentlichen Bus-Nahverkehr in Lübeck und Neumünster am Montag nach Angaben der Gewerkschaft Verdi lahmgelegt. „Es ist seit dem Betriebsbeginn kein einziger Bus der kommunalen Unternehmen Stadtverkehr Lübeck und des SWN Verkehrs in Neumünster gefahren“, sagte Verdi-Verhandlungsführer Gerhard Mette am Mittag. Der Warnstreik wegen der stockenden Tarifverhandlungen sollte noch bis zum Betriebsende andauern.

In Lübeck nutzen laut Verdi rund 150.000 Fahrgäste täglich die Busse von Stadtverkehr Lübeck, in Neumünster 35.000 bis 40.000 Menschen die Busse der Stadtwerke Neumünster (SWN Verkehr). Pendler mussten sich Alternativen überlegen, um zu ihren Zielen zu gelangen.

In einer Telefonschleife von Stadtverkehr Lübeck hieß es, sämtliche Stadtverkehr-Linien würden am Montag ausfallen. Die Busse der Lübeck-Travemünder Verkehrsgesellschaft (LVG) und von Autokraft - sie fahren teils nach Lübeck rein - seien dagegen nicht vom Warnstreik betroffen. Bei SWN Verkehr lief ebenfalls eine Telefonschleife über den Ausfall sämtliche Busse.

Am Dienstag hat Verdi zu Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr in Kiel und Flensburg aufgerufen. Damit soll Druck aufgebaut werden für die nächste Runde der Tarifverhandlungen am Donnerstag in Flensburg.

Seit November laufen die Gespräche. „Wir hoffen, dass die Arbeitgeber endlich ein verhandlungsfähiges Angebot auf den Tisch legen“, sagte Mette. Verdi fordert Gehaltsverbesserungen im Volumen von 145 Euro. Dies könne Geld sein, aber es könnte auch ein Urlaubstag zusätzlich vereinbart und entsprechend angerechnet werden. Die Arbeitgeber haben laut Verdi ein Angebot von 2,2 Prozent Lohnerhöhung gemacht. Dies sei aber völlig unzureichend, sagte Mette.

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erstellt am 19.Mär.2017 | 18:49 Uhr

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