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Schleswig-Holstein

04. Dezember 2016 | 15:26 Uhr

Bilanz für SH : Blitzmarathon 2016: Mit 117 Sachen durch die Tempo-50-Zone

vom

Die Polizei zieht Bilanz ihrer Aktion von Donnerstag. Insgesamt wurden 91.711 Autos überprüft.

Kiel | Am Donnerstag wurde in Schleswig-Holstein und Hamburg geblitzt - jetzt hat die Polizei in Kiel die Bilanz des Blitzmarathons für Schleswig-Holstein bekanntgegeben: Es wurden insgesamt 91.711 Fahrzeuge überprüft (2014: 98.581 Fahrzeuge), in 5087 Fällen (2014: 4644) lag die gemessene Geschwindigkeit über der erlaubten Höchstgeschwindigkeit.

Der Blitzmarathon findet in vielen Bundesländern statt - doch auch Kritik wurde daran schon vielfach laut. Unter anderem wird kritisiert, dass zu viele Einsatzkräfte dafür gebraucht werden.

Aus den Bilanzzahlen ergibt sich eine Beanstandungsquote von 5,55 Prozent. Und die liegt über dem Wert des Jahres 2014 (4,71 Prozent). Sie ist deutlich niedriger als an durchschnittlichen Tagen. Dies führt die Landespolizei auf die öffentliche Bekanntgabe der Messstellen zurück.

Der Schwerpunkt bei der Auswahl der Messstellen in Schleswig-Holstein lag in diesem Jahr im Bereich von Schulen, Kindergärten und Senioreneinrichtungen, da schwache Verkehrsteilnehmer bei einem Zusammenprall mit einem Kraftfahrzeug besonders gefährdet sind.

Doch auch an diesen sensiblen Orten wurde vielfach zu schnell gefahren. Die höchsten Quoten liegen im innerstädtischen Bereich. Bei erlaubten 50 Stundenkilometern fuhren 1171 Autofahrer zu schnell. Die höchste gemessene Geschwindigkeit lag dort bei 117 Stundenkilometern - den Fahrer erwartet nun eine Geldbuße von 480 Euro, drei Monate Fahrverbot und drei Punkte im Verkehrszentralregister.

Bei erlaubten 30 Stundenkilometern wurde mit 67 Stundenkilometern der Maximalwert gemessen. Auf der A 7 fuhr ein Fahrer statt der im Baustellenbereich bei Kaltenkirchen erlaubten 80 Stundenkilometer 160 Stundenkilometer.

Im Vorfeld gab es viel Kritik am Blitzmarathon - Innenminister Stefan Studt hat dagegen noch einmal bekräftigt, dass er die Aktion für sinnvoll hält. „Dass zahlreiche Autofahrer trotz polizeilicher Vorankündigung in die Radarfalle getappt sind, zeigt, dass die Hemmschwelle bei einigen Verkehrsteilnehmern erschreckend niedrig ist“, sagte er.

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erstellt am 22.Apr.2016 | 13:10 Uhr

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