zur Navigation springen

Schleswig-Holstein

08. Dezember 2016 | 03:14 Uhr

CDU-Regionalkonferenz in den Holstenhallen : Angela Merkel kommt nach Neumünster - Demos angekündigt

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

In den Holstenhallen will sich die Kanzlerin den Fragen der Landesverbände stellen. 1000 Gäste werden erwartet.

Neumünster | Die Einladung hat noch Ingbert Liebing organisiert, als CDU-Spitzenkandidat und Landesvorsitzender mittlerweile nicht mehr im Amt: Am Freitag kommt Bundeskanzlerin Angela Merkel nach Neumünster, sie besucht die Regionalkonferenz der vier norddeutschen CDU-Landesverbände.

Um 18 Uhr wird Merkel in den Holstenhallen erwartet. „Da es eine interne Veranstaltung der CDU ist, werden wir vorwiegend das Gelände sichern“, sagt Rainer Wetzel, Sprecher der Polizei Neumünster. Eine Demonstration sei angemeldet, eine „Merkel-muss-weg-Mahnwache“ der AfD, zu der 60 Personen erscheinen sollen. Wetzel: „Wir glauben aber nicht, dass diese Zahl erreicht wird.“

Die Kanzlerin wird vermutlich mit dem Hubschrauber einfliegen, dann zu den Holstenhallen eskortiert. Dort organisiert Geschäftsführer Dirk Iwersen die Betreuung der 1000 Gäste. Er sagt: „Für uns ist eine so große Veranstaltung kein Hexenwerk. Wir freuen uns, dass die Kanzlerin kommt.“ Fürs leibliche Wohl ist mit Bockwurst und Frikadellen gesorgt – allerdings soll Merkel, die schon mehrfach bei Regionalkonferenzen in Neumünster war, bislang nie zugegriffen haben.

Daniel Günther, der neue schleswig-holsteinische CDU-Landesvorsitzende, wird das Grußwort halten. Bereits auf einer Klausurtagung in Berlin hatte Merkel ihm zu seiner Wahl gratuliert. „Ich freue mich jetzt sehr auf unseren ersten gemeinsamen öffentlichen Auftritt“, sagte Günther. „Gerade nach ihrer Entscheidung, wieder anzutreten, gibt uns das richtig Schwung für den Landtagswahlkampf.“ Merkel selbst wird nur 20 Minuten reden. „Schwerpunkt ist die Diskussion mit den Mitgliedern aus den Landesverbänden“, sagt Max Schmachtenberg, kommissarischer Sprecher der CDU Schleswig-Holstein.

Auf Regionalkonferenzen klopft Merkel die Stimmung an der Basis ab – und die kann Fragen stellen. Wolf Rüdiger Fehrs, Vorsitzender des CDU-Kreisverbands Neumünster: „Was wir die Kanzlerin fragen, wird sich aus ihrer Rede ergeben. Und Angela Merkel ist mitnichten so weit von der Basis entfernt, wie man glauben möchte. Aus meinen bisherigen Erfahrungen weiß ich, dass wir Antworten bekommen werden.“

Thema dürfte auch ihr „Ja“ zu einer vierten Kanzlerkandidatur sein. Unter den Unionsanhängern haben sich laut einer Emnid-Umfrage 92 Prozent dafür ausgesprochen – doch die humanitären Entscheidungen der Kanzlerin in der Flüchtlingspolitik haben die Gesellschaft polarisiert. Merkel selbst spricht mit Blick auf die Bundestagswahl 2017 von einem „nicht einfachen Wahlkampf“ und rechnet mit Anfeindungen vor allem „von rechts wie nie zuvor“. Passend dazu will Merkel für den CDU-Bundesparteitag am 6. und 7. Dezember in Essen einen Leitantrag mit dem Titel „Orientierung in schwierigen Zeiten“ einbringen. Vielleicht lässt sie ja daraus schon etwas in Neumünster durchblicken.

zur Startseite

von
erstellt am 23.Nov.2016 | 17:31 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen