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Schleswig-Holstein am Sonntag

06. Dezember 2016 | 11:20 Uhr

Tierhaltung : Deutschlands beliebteste Haustiere: Die Auf- und Absteiger

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Deutschland, einig Haustierland: Einer aktuellen Erhebung zufolge lebt in 43 Prozent aller Haushalte zwischen Bodensee und Flensburger Förde mindestens ein Heimtier.

Wiesbaden | Die Deutschen lieben Haustiere: 30 Millionen Hunde, Katzen, Kleinsäuger und Vögel lebten einer aktuellen Studie zufolge im vergangenen Jahr in den Haushalten zwischen Bodensee und Flensburger Förde – Aquarien- und Terrarienbewohner nicht mitgerechnet. „Die Liebe zu Heimtieren hierzulande ist ungebrochen“, so die Einschätzung der Verbände IVH (Industrieverband Heimtierbedarf) und ZZF (Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe), in deren Auftrag das Marktforschungsinstitut Skopos entsprechende Daten erhoben hat.

Aber welche sind die Auf-, welche die Absteiger in der Gunst der Tierhalter? Ein Aufsteiger ist schwer auszumachen, wohl aber der anhaltende „Marktführer“: die Katze. Sie steht seit Jahren ganz oben auf der bundesweiten Beliebtheitsskala, mit einer Zahl von annähernd 13 Millionen. Wohl gemerkt: Hier geht es um die offiziell registrierten Tiere, nicht um die (nach Einschätzung von Experten vergleichsweise hohe) Zahl von wild oder halbwild lebenden Exemplaren. Umgerechnet bedeutet das laut der Statistik: In 22 Prozent der deutschen Haushalte hat eine Katze ein Zuhause gefunden.

Gewinner: die Katze.
Gewinner: die Katze.
 

An zweiter Stelle folgen Hunde: 7,9 Millionen von ihnen, vom Mops über den Mischling bis zum irischen Wolfshund, leben in 16 Prozent der Haushalte. Den dritten Platz auf dem Treppchen nimmt eine Kategorie ein, in der allerhand verschiedene Tierarten zusammengefasst werden – die der Kleintiere.

Dazu gehören traditionelle wie Hamster und Meerschweinchen, aber auch die zunehmend beliebter werdenden Degus, Farbratten und andere. Auf 5,1 Millionen veranschlagt die Studie ihre bundesweite Anzahl, präsent in sechs Prozent der Haushalte.

Im Vergleich zu den Vorjahren sind diese Daten weitgehend stabil. Es gibt jedoch Absteiger in der Gunst der Tierhalter: Da sind Kanarienvogel, Sittich & Co. Deren Fangemeinde ist nach älteren Erhebungen des IVH schon in den vorangegangenen Jahren stark geschrumpft. Im vergangenen Jahr sangen und zwitscherten immerhin noch 4,2 Millionen Ziervögel in 3 Prozent der Haushalte.

Verlierer: der Kanarienvogel
Verlierer: der Kanarienvogel
 

Auch zur Verteilung von Haustieren auf die verschiedenen Lebenssituationen gibt die Studie Aufschluss. So leisten Hund, Katze, Maus und andere in zunehmendem Maße Singles und Paaren Gesellschaft: 29 Prozent der befellten und gefiederten Freunde leben in Einpersonenhaushalten (2014 waren es noch 27 Prozent) und 38 Prozent in Zweipersonenhaushalten (ebenfalls plus 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr). Insgesamt gab es den Angaben zufolge in 43 Prozent aller Haushalte in Deutschland Heimtiere, in wiederum 19 Prozent davon sogar zwei oder mehrere.

Übrigens sind den Deutschen ihre Haustiere nicht nur lieb, sondern im wahrsten Sinne des Wortes auch teuer: Die Heimtierbranche verbuchte im vergangenen Jahr laut ZZF einen Gesamtumsatz von 4,56 Milliarden Euro – ein Plus von 2,2 Prozent gegenüber 2014.

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erstellt am 24.Apr.2016 | 11:01 Uhr

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