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Regionales

07. Dezember 2016 | 11:46 Uhr

Spendenaufruf in Dänemark : Nach Steinwurf-Attentat von Odense: Dänische Dortmund-Fans helfen Vater und Sohn

vom
Aus der Onlineredaktion

Die Mutter ist tot, der Zustand des Vaters unverändert schlecht: Dänemark will der Familie mit Spenden helfen.

Odense | Der Tod einer deutschen Mutter, die im August beim Odense durch einen auf die Autobahn geworfenen Betonbrocken ums Leben kam, hat ganz Dänemark erschüttert. Dem schwer verletzten Ehemann und seinem unverletzt geblieben fünfjährigen Sohn zeigen die viele Dänen nun ihre Solidarität, berichtet „TV2“.

Zunächst wurde vom 170 Mitglieder zählenden dänischen Fanklub des deutschen Bundesligisten Borussia Dortmund eine Spendenaktion für den BvB-Anhänger aus Recklinghausen gestartet, der immer noch im Krankenhaus von Odense im Koma liegt. Inzwischen läuft die Aktion landesweit auch über Fußballerkreise hinaus.

Bis Montag wurden bereits über 1600 Euro gespendet. Der Vorsitzende des dänischen Fanklubs, Allan Mortensen aus Vejle, der „tief bewegt“ diese Aktionen ins Leben gerufen hat, fordert die Dänen zu weiteren Spenden auf - egal ob fünf oder 1000 Kronen, wie er betont. Spenden sind über das in Dänemark gängige Handy-Zahlungsmittel Mobilpay bis zum 28. Oktober möglich unter der dänischen Nummer 20654858. Der Service funktioniert ausschließlich im Bestimmungsland.

Der 36-jährige Vater, der das verunglückte Fahrzeug gefahren hatte, befindet sich auch zwei Wochen nach dem Unglück nicht auf dem Weg der Besserung. Sollte der Fall eintreten, dass er seine schweren Verletzungen nicht übersteht, wird das Spendengeld dem fünfjährigen Sohn zuteil.

Der Anschlag mit dem Steinwurf von der Autobahnbrücke wurde am 21. August verübt. Ein 30 Kilogramm schwerer Betonklotz hatte den Wagen nachts auf der Autobahn beim Langesøvej in Skallebølle bei Odense getroffen, als sich die dreiköpfige Familie nach ihrem Schweden-Urlaub auf dem Heimweg befand. Die Polizei ermittelt wegen Mordes. Trotz umfassender Ermittlungen und vieler Hinweise aus der Bevölkerung hat die Polizei bisher den oder die Täter nicht fassen können.

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erstellt am 12.Sep.2016 | 16:53 Uhr

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