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Lübeck

05. Dezember 2016 | 21:45 Uhr

Zehn Jahre „Lübecker Museen“

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Museumsverbund zieht eindrucksvolle Bilanz mit knapp 2,6 Millionen Besuchern

Rund 2,6 Millionen Besucher aus dem In- und Ausland, mehr als 250 Sonderausstellungen, stattliche Sammlungszugänge, anspruchsvolle Forschungsprojekte, internationale Tagungen – und nicht zuletzt eine hohe Akzeptanz und Beliebtheit in der Bevölkerung der eigenen Stadt: Vor genau zehn Jahren wurde der Museumsverbund „die Lübecker Museen“ gegründet.

„Bilanzen und Besucherzahlen können und dürfen nicht die alleinigen Gradmesser für die Qualität, den Erfolg und vor allem die Relevanz musealer Arbeit sein“, sagt Lübecks Kultursenatorin Kathrin Weiher (parteilos). „Bei den Lübecker Museen stimmen erfreulicherweise beide Seiten: Nicht nur anhand der ermittelten Zahlen, auch mit Blick auf die inhaltliche Entwicklung der Museen in den letzten zehn Jahren, auf ihre verstärkte Zusammenarbeit untereinander und mit anderen Partnern sowie auf ihre fest verankerte Funktion als unverzichtbare Bildungs-, Wissenschafts- und Freizeitorte der Stadt, kann man die Entscheidung zur Gründung eines Museumsverbundes nach einem Jahrzehnt nur als richtig und gutebewerten.“

Insgesamt haben die Museen in den vergangenen zehn Jahren 2    551  225 Besucher in ihren Häusern empfangen. Dank der verstärkten Ansprache junger Menschen durch entsprechende Angebote und das gemeinsam mit der Michael Haukohl-Stiftung initiierte Programm „ugend ins Museum“ konnte der Anteil der Kinder und Jugendlichen dabei auf fast 20 Prozent gesteigert werden (476  283). Der Anteil ausländischer Besucherinnern und Besucher beträgt rund 15 Prozent.

„Angesichts der von uns geforderten Einsparungen können wir es als Erfolg verbuchen, dass wir die Besucherzahlen immer noch stabil halten können. Und dass wir die Eintrittseinnahmen und Shoperlöse sogar steigern konnten, ist aus wirtschaftlicher Perspektive natürlich besonders erfreulich – und notwendig“, so Gabriela Schröder, kaufmännische Geschäftsführerin der Museen: „Wir arbeiten inzwischen in allen Bereichen an der Grenze des Leistbaren.“

An Eintrittsgeldern konnte der Museumsverbund in den vergangenen zehn Jahren 7  353  512 Euro einnehmen. Dank des kontinuierlichen Ausbaus der Museumshops und der gezielten Weiterentwicklung des Sortiments wurden in diesem Zeitraum Shopumsätze in Höhe von 4  052  207 Euro erzielt. Seit 2006 konnten von Bundes- und Landesregierung, von Stiftungen, Sponsoren und privaten Spendern insgesamt 15  513  325 Euro an Projektmitteln eingeworben werden.

„Als Verbund konnten wir auch die Zusammenarbeit mit externen Partnern besser verstetigen und uns diese Wiese in allen Bereichen – in der Wissenschaft, der Bildung und im Tourismus – stark aufstellen“, so der Leitende Direktor der Lübecker Museen Hans Wißkirchen. Seit 2006 wurden daher nach und nach fast alle Häuser modernisiert, teilweise in Verbindung mit der inhaltlich-konzeptionellen Weiterentwicklung und Profilschärfung der Museen, aber auch als unabhängige bauliche Projekte. In allen Häusern des Verbundes – mit Ausnahme der Geschichtswerkstatt Herrenwyk und des Buddenbrookhauses – wurden bereits Modernisierungs-, Sanierungs- und/oder Restaurierungsmaßnahmen abgeschlossen.

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erstellt am 21.Apr.2016 | 14:49 Uhr

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