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Lübeck

05. Dezember 2016 | 09:26 Uhr

Erste Runde im DFB-Pokal : VfB Lübeck gegen St. Pauli: Fußball-Festtag auf der Lohmühle

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Für das Spiel wurden 13.300 Karten verkauft - mehr geht nicht. Die Lübecker müssen auf Torjäger Stefan Richter verzichten.

Lübeck | Die letzten Stehplatzkarten gingen am Mittwoch über den Tresen der Lübecker Lohmühle. Wenn am Freitagabend um 20.45 Uhr der Nordschlager in der 1. Hauptrunde des DFB-Pokals angepfiffen wird, laufen die Fußballer des VfB Lübeck und des FC St. Pauli in ein mit 13.300 Zuschauern restlos ausverkauftes Stadion ein. „Das ist ein ganz anderes Gefühl. Da freue ich mich jetzt schon drauf“, sagte VfB-Verteidiger Moritz Marheineke, einer der letzten „Überlebenden“ der letzten Lübecker Pokalsensation, als der VfB 2009 Bundesligist Mainz 05 mit 2:1 aus dem Cup-Wettbewerb schoss.

Auf eine ähnliche Sensation hoffen die Kicker des Regionalligisten auch diesmal. Natürlich ist der Zweitligist klar favorisiert – auch wenn St. Pauli mit zwei Niederlagen in die Saison startete. „Wir brauchen eine optimale Leistung“, erklärte der neue VfB-Trainer Rolf Landerl. „Dann hat der Pokal schon mal seine eigenen Gesetze.“ Der Österreicher weiß, wovon er spricht: Jenes Spiel gegen Mainz war das erste, das er als Spieler in Lübeck erlebte.

Gut vorbereitet sind die Schleswig-Holsteiner. Vier Partien ohne Gegentor haben den VfB an die Spitze der 4. Liga gebracht, am vergangenen Wochenende wurde St. Paulis U23 mit 1:0 geschlagen. „Es wäre natürlich schön, innerhalb von sechs Tagen zwei Mal gegen St. Pauli zu gewinnen“, erklärte VfB-Kapitän Dennis Wehrendt. „Aber in erster Linie sehen wir den Pokal als Erlebnis.“

Gegen St. Pauli ist es ein besonderes Erlebnis. Die Hamburger gehören zu den Erzrivalen der Lübecker, die Sicherheitskräfte sind in Alarmbereitschaft. Sportlich haben die Lübecker gute Erinnerungen an die Kiezkicker: 2002 gab es in der 2. Bundesliga ein legendäres 6:0. Ein Jahr später machte der VfB durch den 3:2-Sieg am Millerntor einen Schritt in Richtung DFB-Pokal-Halbfinale – der größte Pokalerfolg der Grün-Weißen.

Landerl hat St. Pauli studiert und auch Schwächen ausgemacht. „Am Wochenende gegen Braunschweig hat die Mannschaft sich gegen einen kompakt stehenden Gegner schwergetan“, sagte der 40-Jährige. Das passt genau zur neuen Marschroute, die der Wiener seiner Elf auch schon in den ersten Punktspielen verpasst hatte. „Natürlich wird es darauf ankommen, dass wir hinten stabil stehen“, betonte Landerl. „Aber wir wollen auch selbst nach vorne spielen. Verstecken dürfen wir uns nicht, wenn wir eine Chance haben wollen.“

Beide Nordrivalen werden nicht ihre beste Elf aufbieten können. Während beim VfB das Fehlen von Torjäger Stefan Richter ins Gewicht fällt, muss St. Pauli-Trainer Ewald Lienen unter anderem auf Abwehrchef Lasse Sobiech verzichten. Unabhängig davon warnte Lienen eindringlich vor dem zwei Klassen tiefer angesiedelten Kontrahenten: „Für die Lübecker ist es das Spiel des Jahres, sie werden über ihre Schmerzgrenze gehen. Sie sind sehr zweikampfstark, gehen robust zur Sache und verfügen über ein gutes Umschaltspiel.“

Das sind die anderen Partien in der 1. Hauptrunde des DfB-Pokals:

  • Freitag, 20.45 Uhr: VfB Lübeck  –  FC St. Pauli,  FV  Ravensburg –  FC Augsburg,  CZ  Jena   – Bayern München
  • Sonnabend, 15.30 Uhr:  SV Drochtersen/Assel – Borussia M’gladbach,   Würzburger Kickers – Eintracht Braunschweig,  SV Babelsberg –  SC Freiburg, Viktoria Köln   – 1. FC Nürnberg,  RW  Essen   – Arminia Bielefeld,   FC  Villingen  –  Schalke 04,  Dynamo Dresden – RB Leipzig,   Preussen Berlin  –  1. FC Köln,  Hallescher FC – 1. FC Kaiserslautern; 18.30 Uhr:   1860 München – Karlsruher SC,  Hansa Rostock – Fortuna Düsseldorf,  FC Homburg  –  VfB Stuttgart;  20.45 Uhr: FSV Frankfurt – VfL Wolfsburg
  • Sonntag, 15.30 Uhr:  Sportfreunde Lotte –  Werder Bremen,  MSV Duisburg – Union Berlin,  Eintracht Norderstedt  –  Greuther Fürth,   Astoria Walldorf   – VfL Bochum,  1. FC Magdeburg – Eintracht Frankfurt,  SpVgg Unterhaching  – Mainz 05,   Germania Egestorf-Langreder   – 1899 Hoffenheim, SC Hauenstein   – Bayer Leverkusen,  Bremer SV  –  Darmstadt 98; 18:30 Uhr: SG Wattenscheid 09   – 1. FC Heidenheim,  Jahn Regensburg – Hertha BSC, Erzgebirge Aue – FC Ingolstadt
  • Montag, 18.30 Uhr:    Kickers Offenbach –  Hannover 96,  FSV Zwickau – Hamburger SV,   SC Paderborn – SV Sandhausen; 20.45 Uhr:   Eintracht Trier  – Borussia Dortmund
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erstellt am 19.Aug.2016 | 10:09 Uhr

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