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Lübeck

02. Dezember 2016 | 21:10 Uhr

„Verbote allein reichen nicht“

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Lübecks neuer Innensenator Ludger Hinsen (CDU) will auf Szenegruppen auf öffentlichen Plätzen einwirken

In der Hansestadt fallen seit geraumer Zeit öffentliche Plätze ins Auge, auf denen Menschen mit Problemen sich in Gruppen zusammenfinden und Gemeinschaft erleben – so auf dem Klingenberg und am Koberg, aber auch auf einem ehemaligen Spielplatz am Krähenteich. Vielen Einheimischen ist das ein Dorn im Auge.

Im städtischen Polizeibeirat wurde die Thematik Alkohol- und Drogenkonsum auf Plätzen der Hansestadt angesprochen, die von Szenegruppen dauerhaft genutzt werden. Lübecks neuer Innensenator Ludger Hinsen (CDU) kündigte ein umfassendes Konzept an, das dieser gegenwärtigen Situation Rechnung trägt und Verbesserung verspricht. Für Innensenator Hinsen sind Szenegruppen, die einzelne Plätze für sich in Beschlag nehmen, kein unbekanntes Phänomen. Ähnliches habe er schon in der Zeit seiner Tätigkeit in Essen erlebt, berichtete Hinsen dem Polizeirat. In Essen habe es am Bahnhof einen Treffpunkt gegeben, der von Passanten gemieden wurde. Dort hätten sich Vertreter aller Behörden an einen Tisch gesetzt und Lösungen erarbeitet. Das habe gut funktioniert. Die Szene habe sich in der Folge nicht verlagert, sondern offenbar aufgelöst.

Ein ähnliches Konzept strebt der Innensenator auch für Lübeck an. Ein Alkohol- oder Platzverbot reiche nicht aus, so der Innensenator. Das würde nämlich die bestehenden Probleme nur an andere Plätze der Stadt verlagern. Hinsen möchte mit vielen Beteiligten die Sachlage erörtern und nach Lösungen suchen. Ein wichtiger Punkt ist dabei die Sozialarbeit. Unterdessen ist im Gespräch, die Hecken an dem Drogentreffpunkt am ehemaligen Spielplatz „An der Mauer“/Krähenstraße unweit der Rehderbrücke so zu lichten, dass der Platz von besser einzusehen ist. Bei Auftreten von akuten Problem an diesem Drogentreffpunkt empfiehlt die Polizei, das 1. Polizeirevier in der Mengstraße (0451) 1316145 zu verständigen. Dort stünden die Treffpunkte für Alkohol- und Drogenkonsum ohnehin im Fokus.

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