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Lübeck

06. Dezember 2016 | 13:16 Uhr

Ruhestörungen nach Sieg gegen Tschechien : Türkei-Fans sorgen mit Autokorso für Polizeieinsatz in Lübeck

vom

Die Türkei gewinnt das Gruppenspiel gegen Tschechien, die Fans feiern. Bewohner beschweren sich. Die Polizei rückt an.

Lübeck | Feiernde türkische Fans haben am Dienstagabend in der Lübecker Innenstadt für einen Polizeieinsatz gesorgt. Nachdem die türkische Nationalmannschaft gegen Tschechien gewonnen und das Team vorzeitig aus dem Turnier gekegelt hatte, häuften sich ab 23 Uhr die Beschwerden von Anwohnern. Die Ruhestörung ging von einem Autokorso am Koberg aus. Vor Ort konnten Polizisten feiernde Fans feststellen, die hupend und singend in rund 30 Autos den Sieg ihrer Mannschaft feierten. Der Verkehr kam schließlich völlig zum Erliegen, auch Stadtwerkebusse konnten nicht mehr weiterfahren.

14 Streifenwagen wurden daraufhin zusammengezogen, um weitere Verkehrsbehinderungen zu verhindern. Um die Teilnahme am Autokorso einzudämmen, wurden zunächst Teile der Innenstadt für den Fahrzeugverkehr abgesperrt. Die Beamten sprachen Platzverweise aus. Gegen 23.30 Uhr verließen die Korsoteilnehmer den Koberg und versuchten, um die Innenstadt herum weiter zu feiern. Auch hier musste die Polizei Kreuzungen und Straßenzüge sperren, um Gefährdungen zu unterbinden. Danach verlagerte sich der Korso noch kurzfristig um den Bereich Holstentor bis zum Lindenplatz. Gegen 0.15 Uhr löste sich die Veranstaltung auf.

Zeitweise mussten alle in Lübeck zur Verfügung stehenden Funkstreifenwagen und dazu ein Wagen des Polizei-Autobahnbahn- und Bezirksreviers Scharbeutz eingesetzt werden. Die Korsoteilnehmer reagierten zwar in der Regel auf polizeiliche Ansprachen, allerdings versuchten sie auch mit der Polizei „Katz und Maus“ zu spielen. Zum Teil wurden Anhaltesignale ignoriert oder missachtet.

Die Lübecker Polizei appelliert in diesem Zusammenhang an Fans: „Nehmen Sie Rücksicht auf Dritte und gefährden Sie sich nicht selbst oder Andere, insbesondere während eines Autokorsos oder wenn Sie im öffentlichen Raum in einer Menschenmenge feiern. Die Polizei schreitet konsequent ein, wenn Sie auf Fahrzeugdächern und Motorhauben sitzen oder auf Fußgänger zufahren. Verzichten Sie auf Böller, Knaller und Bengalos bei öffentlichen Veranstaltungen, denn sie sind kein Ausdruck von Begeisterung, sondern Sprengstoffe mit hohem Gefahrenpotential, für Sie und andere Besucher.“

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erstellt am 22.Jun.2016 | 11:55 Uhr

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