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Lübeck

08. Dezember 2016 | 13:02 Uhr

Teures Wohnen in der Hansestadt

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Der qualifizierte Lübecker Mietspiegel 2016 weist Steigerungen um bis zu 21 Prozent aus

Die Mieten bei Immobilien, die zwischen 1979 und 1990 gebaut wurden, sind in vier Jahren um 21 Prozent gestiegen. Bei jüngeren Wohnungen ist nur ein Anstieg um fünf Prozent zu verzeichnen. Das geht aus dem neuen Mietspiegel hervor, der jetzt veröffentlicht wurde. Er gibt einen Anhaltspunkt für die Mietpreise in Lübeck, die sehr unterschiedlich steigen.

Im Auftrag der Hansestadt Lübeck, Fachbereich Wirtschaft und Soziales, Bereich Soziale Sicherung hat das Hamburger Forschungsinstitut F+B Forschung und Beratung für Wohnen, Immobilien und Umwelt GmbH den neuen Lübecker Mietspiegel erstellt.

„Der Mietspiegel wurde unter Mitwirkung von zahlreichen Mieterhaushalten und einer großen Anzahl von Wohnungsunternehmen und Vermietern erarbeitet. Die Hansestadt Lübeck dankt allen Beteiligten für die Mitarbeit bei der, zur Erhebung der Daten, erforderlichen Befragung“, so Sven Schindler (SPD), Senator für Wirtschaft und Soziales bei der Präsentation.

Der neue Lübecker Mietspiegel stellt eine Übersicht über die in Lübeck im Februar 2016 gezahlten Mieten für nicht preisgebundenen Wohnraum vergleichbarer Art, Größe, Ausstattung, Beschaffenheit und Lage dar. Er bietet damit verlässliche Informationen zu den ortsüblichen Mieten für Wohnraum in der Hansestadt und leistet so einen wertvollen Beitrag für Transparenz, Rechtssicherheit und soziale Stabilität. Darüber hinaus dient er als Grundlage für die Ermittlung angemessener Unterkunftskosten im Rahmen der Sozialhilfe und der Leistungen nach Hartz IV. Er steht auf einer breiten, repräsentativ erhobenen und wissenschaftlich ausgewerteten Datenbasis, wodurch die Objektivität der ausgewiesenen Mietwerte gewährleistet ist.

Der Lübecker Mietspiegel 2016 wurde als Neuerhebung auf Basis einer neuen Stichprobe aus der mietspiegelrelevanten Grundgesamtheit erstellt. Er gibt einen repräsentativen Überblick über die zurzeit am Markt tatsächlich gezahlten Mieten im nicht preisgebundenen Wohnungsbestand. Da rund 2000 Mietwerte in die Tabelle eingegangen sind, bilden sie eine belastbare Datenbasis. Der Stichtag, auf den sich die erhobenen Daten beziehen, ist der 1. Februar 2016.

Gegenüber dem Lübecker Mietspiegel 2012 kann im jetzt ein Anstieg der durchschnittlichen gewichteten rechnerischen Nettokaltmiete um 0,55 Euro je Quadratmeter Wohnfläche beziehungsweise 9,6 Prozent im Zeitraum von vier Jahren festgestellt werden und liegt für eine frei finanzierte Wohnung bei 6,30 Euro pro Quadratmeter. Dieses entspricht einer jährlichen Steigerung von 2,3 Prozent und liegt damit über der durchschnittlichen Preissteigerung des Lebenshaltungskostenindex für Deutschland. Die gegenüber dem Lebenshaltungskostenindex höhere Mietpreissteigerung kann in vielen deutschen Städten festgestellt werden.

In der Baualtersklasse 1991 bis 2001 ergab sich mit 0,37 Euro pro Quadratmeter beziehungsweise fünf Prozent eine deutlich unterdurchschnittliche Mietentwicklung, da hier bereits ein hohes Mietniveau in der Vergangenheit vorlag. Die höchste durchschnittliche Veränderung zwischen 2012 und 2016 ergab sich mit 21 Prozent in der Baualtersklasse 1979 bis 1990. Insbesondere in diesen Wohnungsbeständen kommt die in den letzten Jahren durch die Wohnungswirtschaft vorgenommene Aufwertung der Wohnungsbestände durch Modernisierung zum Ausdruck.

>Der Lübecker Mietspiegel im Internet unter luebeck.de/bewohner/bauen_wohnen/mietspiegel/


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