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Lübeck

11. Dezember 2016 | 03:23 Uhr

Innenstadt in Lübeck : Offenbar Reizgas in Gaststätte versprüht - fremdenfeindliche Tat?

vom

Zwei Asylbewerber hatten über Atemwegsreizungen geklagt. Die Polizei ermittelt.

Lübeck | War es eine fremdenfeindliche Tat? Am Sonntagmorgen haben zwei Männer offenbar in einer Gaststätte in der Lübecker Innenstadt Reizgas versprüht. Gegen 6.30 Uhr rief der Wirt die Polizei, nachdem zwei seiner Gäste - ein 19- und ein 20-jähriger Asylbewerber aus dem Irak - über Reizungen der Augen und Atemwege geklagt hätten. Der Wirt hatte deutlichen Reizgasgeruch in der Gaststätte wahrgenommen.

Er schilderte den Polizeibeamten, dass zuvor zwei deutsche Gäste, die er vom Äußeren als „Rechte“ einordnen würde, die Gaststätte kurz betreten und gleich wieder verlassen hatten.

Aufgrund der vorliegenden Personenbeschreibungen konnten in einer nahegelegenen Gaststätte laut Polizei zwei Tatverdächtige - 50 und 35 Jahre alt, beide aus Lübeck - vorläufig festgenommen werden. Beim 50-Jährigen wurden ein Tierabwehrspray und ein Einhandmesser festgestellt und beschlagnahmt. Beide wurden erkennungsdienstlich behandelt; eine Blutprobenentnahme aufgrund einer erkennbaren Alkoholisierung angeordnet. Bei einer ersten Befragung räumte einer der Männer die Benutzung von Reizstoff ein.

Zu einer Auseinandersetzung zwischen den Gästen und den Tatverdächtigen war es nicht gekommen. Beide Personen sind bisher nicht wegen staatschutzrelevanter Delikte in Erscheinung getreten. Eine fremdenfeindliche Motivation kann laut Polizei nicht ausgeschlossen werden. Es wird weiter ermittelt.

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erstellt am 10.Mai.2016 | 09:35 Uhr

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