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Lübeck

04. Dezember 2016 | 21:22 Uhr

Neubau der Possehlbrücke wird erst 2018 fertig gestellt

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Stadt Lübeck und das bauausführende Unternehmen geben gemeinsame Erklärung heraus

Wann wird der Neubau der Possehlbrücke endlich fertig gestellt sein, damit einer der zahlreichen Verkehrsengpässe verschwindet? Diese Frage steht seit Wochen in Raum, weil es den Anschein hat, dass die Gründungsarbeiten an dem halbseitig abgerissen auwerk nicht von der Stelle kommen.

Die Hansestadt Lübeck (Fachbereich Planen und Bauen, der Bereich Stadtgrün und Verkehr) und das bauausführende Unternehmen Wayss & Freytag Ingenieurbau AG sehen sich jetzt zu einer gemeinsamen Erklärung veranlasst.

Im Juli war in einer Mitteilung der Stadt Fertigstellungstermin Ende 2017 benannt. „Dieses Bauzeitenende ist jedoch nicht mehr belastbar. Aufgrund von notwendigen Umplanungen und den damit verbundenen Prüfläufen, welche zum Beispiel in den schwierigen Baugrundverhältnissen und nicht bekannten Ver- und Entsorgungsleitungen begründet sind, ist aus heutiger Sicht eine Fertigstellung zum Juni 2018 realistisch und gemeinsames Ziel“, heißt es in der gemeinsamen Erklärung von Stadt und Bauträger.

Vertragsbestandteil sei die VOB/B (Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen), die die Mechanismen zur Realisierung von Baumaßnahmen regelt. „Bei der Bauausführung sind sowohl Bauunternehmen sowie Bauherren aufgrund der Kooperationspflicht gehalten, einen gemeinsamen Weg für die Lösung von Einwänden (Verwaltung oder Baufirma) bei der Ausführung zu finden. Dies ist Vorgabe des Baurechts und wird generell so praktiziert. Bei Großbauprojekten kommt es immer wieder zu gegensätzlichen Auffassungen zwischen Auftragnehmer und Auftraggeber“, erklären beide Vertragspartner. Diese hätten aber nichts mit einer „unseriösen“ oder „suboptimalen“ Planung zu tun.

Bei einem Informationsgespräch mit Politik, Bauunternehmen und Bauverwaltung am 6. Oktober sei eine theoretische Möglichkeit zur Fertigstellung im November 2017 besprochen worden. „Diese Variante bedingt aber eine fünfmonatige Vollsperrung der Possehlstraße sowie enorme Mehrkosten für die Hansestadt und kommt somit nicht zum Tragen“, heißt es in der Erklärung.

„Der Bereich Stadtgrün und Verkehr und Wayss & Freytag bitten um Verständnis und sind nach wie vor bemüht, sämtliche Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten.“ Es sei allen Beteiligten bewusst, „dass das Projekt den Bürgerinnen und Bürgern, den Gewerbetreibenden, Handel und Kaufmannschaft, der Industrie einiges an Geduld, an wirtschaftlichen Einbußen und – an vielen Stunden des Tages – Zeit- und Kostenverlusten abfordert“.

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