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Lübeck

04. Dezember 2016 | 21:18 Uhr

Muk-Sanierung auf Hochtouren

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Umfangreiche Sanierung der Halle ist voll im Zeitplan – Wiedereröffnung soll im Frühjahr 2017 stattfinden

Der Konzertsaal der Musik- und Kongresshalle (Muk) musste im Herbst 2015 aufgrund statischer Mängel an der Trockenbaukonstruktion der Saaldecke für den Spielbetrieb geschlossen werden. Es folgten umfangreiche gutachterliche Untersuchungen, Prüfungen, Ertüchtigung- oder Neubau- Abwägungen durch das Gebäudemanagement der Hansestadt Lübeck (GMHL). Das Ergebnis: Rund 7 Millionen Euro netto kostet die Sanierung des Konzertsaals.

Im Januar 2016 beschloss die Lübecker Bürgerschaft die Umsetzung der Maßnahme: zwei Millionen Euro werden über KIF-Darlehen finanziert, zwei Millionen Euro über Fördergelder des Landes Schleswig-Holstein, mit einer Million Euro beteiligt sich die Possehl-Stiftung, und rund zwei Millionen finanziert die Hansestadt Lübeck über den Haushalt.

„Mit dem Beschluss zur Sanierung und der breit aufgestellten Finanzierung bekräftigen alle Beteiligten gleichzeitig, dass die Muk als Gebäude und Veranstaltungshaus ein unverzichtbarer Bestandteil des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens in der Hansestadt ist“, betont Bürgermeister Bernd Saxe (SPD). „Umso wichtiger war und ist es, dass trotz der umfangreichen Baumaßnahme der Spielbetrieb in der Rotunde und den anderen Räumlichkeiten aufrecht erhalten wird. Bisher ist dies Dank enger Absprachen aller Beteiligten hervorragend gelungen – sogar das Schleswig-Holstein Musik Festival konnte erfolgreich stattfinden.“ Planmäßig wurde Ende Juli mit der Einrichtung der Baustelle begonnen: Im Konzertsaal wurden die Wände mit rund 1800 Quadratmeter Folie verhüllt, um die empfindliche Holzvertäfelung vor Staub, Schmutz und Beschädigungen zu schützen. Der Fußboden wurde mit Hartfaserplatten ausgelegt. Dann wurde das Raumgerüst aufgebaut: Der Saal ist 17 Meter hoch, so dass das Gerüst den Raum wie eine Kathedrale wirken lässt.

Im Außenbereich wurde südseitig ein Gerüstturm aufgebaut. Er ermöglicht die komplette Erschließung der „oberen“ Baustelle des Tonnendaches. Die Erschließung der „unteren“ Baustelle (Konzertsaal, Ränge) erfolgt über den Bühnenzugang. Dadurch wird gewährleistet, dass der Veranstaltungsbetrieb in der Rotunde ohne Beeinträchtigungen erfolgen kann, von einer „Baustelle im Haus“ ist hier nichts zu sehen. Zudem werden alle Arbeiten in den Spielbetrieb integriert, bei Konzerten oder Kongressen sind keine Arbeiten im Haus vorgesehen.

Die Arbeiten der „oberen Baustelle“ konzentrieren sich auf die Ertüchtigung der Konzertsaaldecke von oben, sowie auf die Arbeiten, die im Zuge der Brandschutzsanierung in diesem Bereich erfolgen müssen.

Die gesamten Maßnahmen des ersten Bauabschnittes werden Ende 2017 fertig gestellt werden. Das Sschleswig-Holstein Musik Festival kann im Sommer 2017 wie gewohnt im Konzertsaal stattfinden.

Zugleich wurde mit der umfangreichen Bestandsaufnahme des gesamten Gebäudes begonnen. Dazu zählen unter anderem Schäden der Fassade, der Dach- und Kellerabdichtung sowie technische Einrichtungen des Brandschutzes, der Sicherheitsbeleuchtung und Veranstaltungstechnik. Ziel ist es, ein Modernisierungskonzept für das 22 Jahre alte intensiv genutzte Gebäude zu erstellen.

Im Dezember wurde der Gesamt-Investitionsbedarf für die Muk auf 22,3 Millionen Euro inklusive Konzertsaal geschätzt. Die Ergebnisse der Bestandsaufnahme werden Basis für weitere Bauabschnitte in den Folgejahren sein, die aber nicht zur Schließung des Konzertsaals führen werden.

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