zur Navigation springen

Lübeck

10. Dezember 2016 | 23:28 Uhr

Moislinger Allee soll doch noch ausgebaut werden

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Lübecker Bauverwaltung will Fördergelder nicht verfallen lassen und schichtet eingestellte Mittel um

Lange ist’s her: Im Jahr 2004 hat die Stadt den Ausbau der Moislinger Allee zwischen Lindenplatz und Lachswehrallee beschlossen. Ende 2006 sollte die Maßnahme fertig gestellt sein. Auch zehn Jahre später ist die Moislinger Allee in schlechtem Zustand. Das soll sich jetzt ändern und das aus gutem Grund, denn die Förderzusage des Landes endet im Jahr 2019.

Im Jahr 2006 wurde die die Finkenstraße, die viel befahrene Verbindung zwischen Moislinger und Lachswehrallee an Dräger verkauft, die das Areal zwecks Betriebserweiterung benötigten. Verbunden war die Aufhebnung diese wichtigen Straßenverbindung mit einer Zusage, dafür die Moislinger Allee auszubauen. Das Land sagte dafür finanzielle Unterstützung für Sanierung der Moislinger Allee zu. Auf dem ersten kurzen Teilstück – zwischen Töpferweg und Lachswehrallee – geschah das relativ zügig, der vier Millionen Euro teure zweite Abschnitt bis zum Lindenplatz aber ruhte. Es gab Probleme mit grundstückseignern, die einen Teil ihrer Vorgärten verkaufen sollten, um Fahrbahn und Radwege verbreitern zu können. Viele Eigentümer waren damit nicht einverstanden, die Verhandlungen laufen zum Teil immer noch. Im Jahr 2014 wurde das Thema „Ausbau der Mopislinger Allee erneut im Bauausschuss aufgegriffen. SPD-Verkehrspolitiker Ulrich Pluschkell forderte die Streichung des Projektes, da der Lindenplatz nach seinem Umbau ohnehin überlastet sei. Auch die CDU hatte Bedenken und wollte prüfen, wie sich die neue geschafffene Strecke der B207 auf den Verkehr in Lübeck auswirkt. Das wird sich aber erst zeigen können, wenn die Possehlbrücke wieder in beide Richtungen befahrbar ist. Dort aber ist kaum Baufortschritt zu erkennen. Fertigstellungsgtermin des Brückenneubaus steht in den Sternen. Trotzdem soll der Ausbau der Moislinger Allee in Angriff genommen werden. Die Bauverwaltung hat nämlich nicht benötigte finanzielle Mittel umgeschichtet (unter anderem für Ausbau des ZOB vor dem Strandbahnhof Travemünde und neue Rampe im Vorwerker Hafen. Damit stehen kurzfristig 1,45 Millionen Euro zur Verfügung. Die Stadt hat es eilig: Der Förderbescheid des Landes ist nur noch bis 2019 gültig. Sobald die Verhandlungen mit den Grundstückseigentümern abgeschlossen seien, soll der 2. Bauabschnitt „unverzüglich planerisch überarbeitet und realisiert werden“, so die Lübecker Bauverwaltung.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen