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Lübeck

10. Dezember 2016 | 21:31 Uhr

Marode Bahnhofsbrücke muss weiter durchhalten

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Lübeck: Abriss und Neubau ist seit 2011 überfällig und wird frühestens im Jahr 2019 erfolgen können

Eigentlich sollte die marode Bahnhofsbrücke schon im Jahr 2011 abgerissen und durch einen Neubau an ersetzt werden. Der Termin wurde auf das Jahr 2016 verschoben. Doch noch tut sich nichts: Jetzt sind die Arbeiten auf Anfang 2019 verschoben. Bis dahin muss die Brücke durchhalten, sonst droht ein Verkehrschaos.

Die Brücke wurde 1907 eingeweiht. Nach 100 Jahren wurden so gravierende Mängel festgestellt, dass ein Neubau dringend empfohlen wurde. Nach 102 Jahren – im Jahr 2009 – stellte die Lübecker Bauverwaltung fest: „Es wird nicht ausgeschlossen, dass weitere Einschränkungen erfolgen können wie Geschwindigkeitsbegrenzungen oder die vollständige Sperrung der Spur. Eine grundsätzliche Schädigung der Lager ist aus den regelmäßigen Bauwerksprüfungen seit längerem bekannt. Bei Prüfungen bekommt das Bauwerk durchgehend die Note 4. Sollte die Note noch schlechter werden, muss gesperrt werden“.

Der Abrisstermin 2011 konnte nicht gehalten werden, ein Baubeginn für 2016 musste abgesagt werden, da die Possehlbrücke einzustürzen drohte. Abriss und Ersatz der Possehlbrücke hatten somit Vorrang. Doch auch gibt es erhebliche Zeitverzögerungen bei der Fertigstellung (wir berichteten).

Der längst überfällige Ersatz der Bahnhofsbrücke – unweit des Lindenplatzes – lässt weiter auf sich warten:
Der neue Termin ist das Jahr 2019 vorgemerkt. Der lange Zeitraum ist notwendig, weil für die Arbeiten Gleissperrungen mit der Deutschen Bahn abgesprochen werden müssen. Das muss Jahre vor Baubeginn erfolgen. Die aktuelle Kostenschätzung für die Baumaßnahme Bahnhofsbrücke beläuft sich auf 16 Millionen Euro. Die Bauzeit wird vermutlich drei Jahre dauern. In der Zeit wird es vermutlich nur eine zweispurige Behelfsbrücke geben.

Zum Glück stehen die dort heimischenn Zwergfledermäuse den Arbeiten nicht mehr im Wege. Gutachter hatten eine Horchbox aufgestellt und an einem Spätsommerabend „zwischen 2.27 und 4.35 Uhr exakt 14 Aktivitäten einer Pipstrellus-Art mit starken Sozialrufen (Balz)“ registriert. Der Abriss der Brücke muss deshalb im Winter erfolgen.

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