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Lübeck

11. Dezember 2016 | 15:02 Uhr

Lübecks „schöne Tochter“ – immer unansehnlicher

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Travemünde: Drei Jahre Stillstand in der Bertlingstraße / Hansestadt gibt den Masterplan auf

Ein schöner Weg vom Strandbahnhof auf die Promenade, ein Kombibahnsteig mit Übergang zum Bus: Die Hansestadt Lübeck hatte einen Masterplan „Bertlingstraße“, mit dem das Entree zum Stadtteil Travemünde attraktiver werden sollte. Vor drei Jahren wurde der Abriss der Ladenzeile am Strandbahnhof vollzogen. Zwischenzeitlich ist der Masterplan ist in der Schublade verschwunden.

Seit über 80 Jahren wird an einem neu gestalteten „Innerem Kurgebiet“ gearbeitet. Es gab große Pläne für Travemünde. Die Umsetzung ist indes nicht weit fortgeschritten. Bisher wurde dafür das Kurgebiet dunkler, nachdem Lampen im öffentlichen Raum abgebaut worden waren. Für die Verlängerung der Paul-Brümmer-Straße, die den Autoverkehr entlang der Bahntrasse führen sollte, fehlt der Hansestadt das Geld. Die Paul-Brümmer-Straße sollte vor dem Strandbahnhof in einen kleinen Kreisverkehr münden, die Bertlingstraße zur Fußgängerzone und der gesamte Bereich aufgewertet werden. Ein Kombibahnsteig mit barrierefreiem Übergang von der Bahn in den Bus sollte den bisherigen Haltestellenbereich ablösen.

Der Stand der Dinge: Der Kombibahnsteig für den Übergang vom Zug zum Bus ist seit Jahren fertig. Nur die Fahrbahn fehlt. Und die ist auch nicht in Sicht. Dafür sei ein Bebauungsplan erforderlich, teilt die Lübecker Bauverwaltung mit. Das Verfahren werde nur gestartet, wenn es „dringende Prioritäten“ gibt.

Auch weitere Maßnahmen gibt es nicht. Da einige Gebäude an der Bertlingstraße unter Denkmalschutz stehen und es für die Kaiserallee eine Erhaltungssatzung gibt, hält die Bauverwaltung den Masterplan „Bertlingstraße“ inzwischen für „entbehrlich“.

Vollzug wird immerhin in einem Bereich gemeldet: Am Ende der Bertlingstraße gebe es ein Wasserspiel. Das wurde allerdings im Rahmen der Erneuerung der Strandpromenade erstellt.

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