zur Navigation springen

Lübeck

05. Dezember 2016 | 19:39 Uhr

Lübecks Polizei setzt jetzt auf Angestellte

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Trabs: Hansestadt ist kein Schwerpunkt bei Wohnungseinbrüchen

Die Landesregierung hat beschlossen, die Zahl der Polizeibeamten deutlich zu erhöhen. Doch das wird wohl noch Jahre dauern. Lübecks neuer Leitender Polizeidirektor Norbert Trabs geht deshalb einen besonderen Weg. Er hat Stellen für Angestellte geschaffen, die zum Beispiel bei der Spurensicherung tätig werden.

Die gefühlte Sicherheit ist aktuell ein Thema. Die CDU der Hansestadt und ihre Kommunalpolitische Vereinigung hatten aus aktuellem Anlass zu einer Diskussionsrunde eingeladen, denn vor wenigen Tageng traf es den sicherheitspolitischen Sprecher der CDU-Fraktion Jochen Mauritz. Er wurde Opfer eines Tageswohnungseinbruches.

Norbert Trabs, seit März Chef der Polizeidirektion Lübeck, nimmt das sich verschlechternde Sicherheitsgefühl der Bürger ernst , betont aber: „Grundsätzlich kann man in Lübeck sicher leben“, so Trabs. So habe sich die spürbare Kriminalität auf offener Straße, wie Körperverletzungen, in den vergangenen zehn Jahren halbiert. Lübeck sei zwar kein Schwerpunkt bei Wohnungseinbrüchen, aber jede Tat führe zu erheblicher Verunsicherung der hier lebenden Menschen. Der Tipp des Polizeichefs: „Neben technischen Sicherungen sind aufmerksame Nachbarn der beste Schutz. Im Zweifelsfall sollte die Polizei alarmiert werden.“

Norbert Trabs hat die Spurensicherung jetzt personell verstärkt. Da die personelle Verstärkung durch neue Beamte drei Jahre dauert und auch dann nur langsam erfolgt, hat er vier Angestellte bei der Spurensicherung ins Team genommen. Die werden – im Gegensatz zu den Polizeibeamten – nur in diesem Fachgebiet ausgebildet. Die Angestellten werden jeweils zusammen mit einem Beamten tätig. Eingesetzt werden die gemischten Teams in Ostholstein, die vier frei gewordenen Beamten verstärken die Kollegen am Standort Lübeck.

Auch für die jahrelange Diskussion um die Begleitung von Schwertransporten hat Trabs eine pragmatische Lösung gefunden. Auch hier kommen in Zukunft gemischte Teams aus einem Angestellten und einen Beamten zum Einsatz. Die ersten beiden Angestellten haben ihren Dienst bereits aufgenommen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen