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Lübeck

04. Dezember 2016 | 21:31 Uhr

Lübeck will Baumpflege verbessern

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die gefährdeten Linden an der Willy-Brandt-Allee erhalten jetzt Gießringe / Für weitere Maßnahmen 565 000 Euro im Haushalt

Wie viele Bäume an Straßen und auf städtischen Grundstücken stehen, ist nicht genau bekannt. Die Verwaltung der Hansestadt geht von etwa 100  000 Stück aus. Und die sollen künftig besser gepflegt werden. So erhalten die Linden an der Willy-Brandt-Allee jetzt Gießringe, für weitere Maßnahmen sind 565  000 Euro im städtischen Haushalt eingestellt.

Die rund 20 Jahre alten Linden in der Willy-Brandt-Allee haben große Standortprobleme. Das teilt der Bereich Stadtgrün und Verkehr mit. Es handelt sich um 85 Bäume, die demnächst bewässert und gedüngt werden müssen. Die Maßnahme ist notwendig, um den Gesundheitszustand der Bäume nachhaltig zu verbessern.

„Die starke Bodenversiegelung und Bodenverdichtung bereitet immer mehr Stadtbäumen große Probleme“, so die Stadtverwaltung. Eine kontinuierliche Wasserversorgung der Bäume ist trotz des derzeit recht hohen Niederschlags erforderlich, um den Dünger im gesamten Wurzelbereich der Bäume zu verteilen. Bei jeder Bewässerung, die zweimal im Monat stattfindet, wird daher jeder Baum mit 100 Litern Wasser versorgt. Um zu gewährleisten, dass die gesamte Wassermenge an den Baumwurzeln ankommt und nicht oberflächlich wegfließt, werden bei jedem Baum in der Willy-Brandt-Allee sogenannte Gießringe eingebaut. Diese sind etwa 20 Zentimeter hoch. In die Gießringe wird das Wasser eingefüllt und kann dort langsam versickern. Bei Bäumen, bei denen der Einbau eines Gießringes nicht möglich ist, weil zum Beispiel die Baumscheibe mit Baumrosten abgedeckt ist, werden Bewässerungssäcke an den Bäumen angebracht. Ende September werden die Gießringe und die Bewässerungssäcke wieder abgebaut.

Aber nicht nur an der Willy-Brandt-Allee brauchen die Bäume Pflege. Der Bereich Stadtgrün und Verkehr schätzt, dass er rund 100  000 Bäume in Lübeck pflegen muss. "In den vergangenen Jahren hat sich ein sehr großer Maßnahmenstau gebildet, der eine geregelte Abarbeitung unmöglich macht", so die Bauverwaltung. Dafür gibt es seit drei Jahren ein Konzept: Die Bäume werden mindestens alle fünf Jahre gepflegt. Aktuell steht der Bereich Moisling an, wenn die Politik die Vergabe an Firmen in Höhe von knapp 300  000 Euro genehmigt. Dazu kommen in diesem und im kommenden Jahr noch der Friedhof Waldhusen und die Schulen.


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