zur Navigation springen

Lübeck verschiebt den Lindenplatz-Umbau

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Zu viele Baustellen im Stadtgebiet lassen geplante Arbeiten derzeit nicht zu

Im April 2012 wurde der unfallträchtige Lindenplatz zuletzt umgestaltet – provisorisch. Eine Fahrspur wurde gesperrt, die Einfahrten für Radfahrer geändert. Nach Abschluss des Versuchs zur Reduzierung der Unfälle in Schleswig-Holsteins meist befahrenem Kreisverkehr sollte ein dauerhafter Umbau erfolgen. Der wird aber weiter verschoben, um den Verkehrsfluss in der Hansestadt nicht noch weiter zu beeinträchtigen.

„Die für diesen Herbst vorgesehene Umgestaltung des Lindenplatzes wird seitens des Fachbereich Planen und Bauen auf das nächste Jahr verschoben“, teilte die Stadtverwaltung mit. Ausschlaggebend für diese Entscheidung ist die längere Bauzeit am nicht weit entfernten Bahnhofsvorplatz. Hier werden nämlich zusätzliche Baumaßnahmen der Stadtwerke notwendig, die dort Fernwärmeleitungen verlegen, so dass ein Teil des Umleitungsverkehrs über einen längeren Zeitraum über den Lindenplatz geführt werden muss.

Da es auch zu erheblichen Verkehrsbehinderungen bei einer Umgestaltung am Lindenplatz kommen wird und anderseits ein Arbeiten an diesem Hauptverkehrsknotenpunkt gerade in den Wintermonaten nicht zu empfehlen ist, hat die Stadtverwaltung beschlossen, diese Maßnahme in den Sommerferien 2017 vorzunehmen. Vorgesehen ist dann die Überführung der provisorischen Maßnahmen in eine bauliche Gestaltung sowie eine Erneuerung der Fahrbahndecke.

Die Stadt begründet den festen Umbau mit einer „deutlichen Reduzierung des Unfallgeschehens im Radverkehr“. Laut Statistik der Polizei ist der Lindenplatz aber mit 38 aufgenommenen Unfällen im Jahr 2015 nach wie vor der Bereich mit den meisten Unfällen in Lübeck.

Die Fußgängerampeln, die sich an der Moislinger Allee und im Knotenarm zur Fackenburger Allee befinden, sollen allerdings bereits im Vorwege mit einer blinden- beziehungsweise sehbehindertengerechten Ausrüstung versehen werden.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen