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Lübeck

08. Dezember 2016 | 05:10 Uhr

Lübeck: Schulen dürfen ihre Namen behalten

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Vor drei Jahren setzte Bürgermeister Bernd Saxe (SPD) einen ungewöhnlichen Punkt auf seine Sparliste: den Verkauf von Namensrechten an Schulen und Sportstätten. 40  000 Euro an Einnahmen sollte das pro Jahr bringen. Nach drei Jahren wurde noch kein Name verkauft. Und das bleibt wohl auch so.

Es klingt wie ein Aprilscherz, ist aber bitterer Ernst: Lübeck ist so arm, dass es die Namensrechte an seinen Schulen verkaufen möchte. Jede Privatperson und jedes Unternehmen konnte sich darum bewerben. Das Fazit nach drei Jahren: Es gibt keinen Interessenten.

Jetzt hat Kultursenatorin Kathrin Weiher (perteilos) einen Bericht vorgelegt, der wohl das endgültige Aus für diese Einnahme bedeutet. „Die Namensvermarktung und Umbenennung einer Schule zu Gunsten eines gewerblichen Unternehmens fällt unter das Werbeverbot und ist damit ausgeschlossen“, schreibt sie. Der Namensverkauf an Privatpersonen dürfte kaum die Kosten einer solchen Maßnahme decken. Die Schulen sollen ihre Namen behalten. Damit entfällt auch die Vermarktung von Sportanlagen, die auf Schulgelände stehen.

Es bleiben für die Namensvergabe die Burgfeldhalle, die Hansehalle und die Meesenhalle. Außerdem könnten Unternehmen und Privatpersonen die Sportplätze Buniamshof, Holstentor-Süd, Koggenweg, Mühlbachtal und Falkenwiese umbenennen. Aber auch da sieht die Verwaltung wenig Gewinn: Es müsste neues Personal eingestellt werden, um die neue Aufgabe der Vermarktung zu übernehmen. Um die juristischen Schwierigkeiten zu überwinden, müsste auch das Rechtsamt beteiligt werden.
Senatorin Weiher wartet jetzt auf ein Signal aus der Bürgerschaft, ob der Namensverkauf wirklich weiter verfolgt werden soll.

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