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Lübeck

04. Dezember 2016 | 07:08 Uhr

Lübeck ordnet Kommunalspur an

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Ratzeburger Allee wird trotz Kritik eine gemeinsame Fahrspur für Busse und Radfahrer erhalten

Seit Dezember diskutiert die Kommunalpolitik der Hansestadt mit viel Skepsis über die Einrichtung einer gemeinsamen Fahrspur für Radfahrer, Busse und Taxen in der Ratzeburger Allee. Jetzt kündigt Lübecks Bausenator Franz-Peter Boden (SPD) an: „Die Spur kommt – auch ohne Rückendeckung aus der Politik.

Der Bauausschuss der Bürgerschaft blieb bei der Diskussion skeptisch: Ist eine gemeinsame Spur für Busse und Radfahrer nicht zu gefährlich? Was passiert an den Bushaltestellen? Wie sollen die Busse morgens vorwärts kommen, wenn viele Schüler in großen Gruppen die Regionalspur zwischen Wasserkunst und Mühlentor nutzen? Der Bauverwaltung reicht die Diskussion. Bausenator Franz-Peter Boden kündigt an, dass die Spur jetzt angeordnet wird. Da keine Umbaumaßnahmen erfolgen, die Geld kosten und von der Politik genehmigt werden müssen, kann die Entscheidung ohne ein Votum aus der Politik erfolgen. Der neue 5,5 Meter Streifen soll in den Sommerferien markiert werden. Er reicht von der Hohelandstraße bis zur Einmündung der Antonistraße kurz vor dem Mühlentorteller. Dort müssen die Radfahrer wieder auf den bestehenden Radweg zurück. Die Markierung in den Ferien vorzunehmen, hat den Vorteil, dass in der Zeit nur wenige Radler unterwegs sind. Die Umstellung auf die Kommunalspur ist so einfacher.

Für Kritiker hat Lübeks Bausenator Franz-Peter Boden einen Kompromiss parat: Der Radweg bleibt erhalten und kann auf Wunsch weiter benutzt werden.

Die Kommunalspur bleibt für maximal neun Monate. Dann beginnen auf der Fahrbahn Arbeiten der Entsorgungsbetriebe. Anschließend kann dann die Bürgerschaft entscheiden, ob eine solche Fahrspur dauerhaft eingerichtet sein soll.



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