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Lübeck

11. Dezember 2016 | 05:11 Uhr

Lübeck benötigt 14 neue Brücken

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Das Brückenbauprogramm sieht einen Finanzbedarf von mehr als 84 Millionen Euro vor

Das Thema Brücken beschäftigt die Hansestadt Lübeck seit Jahren. So mussten schon die Wesloer Brücke und Reecker Brücke über die Trave neu gebaut und die Drehbrücke saniert werden, die Possehlbrücke ist derzeit in Arbeit, die Drehbrücke ist saniert. Damit ist aber längst nicht Schluss. Die Stadt ist mit Neuplanung zahlreicher Bauwerke beschäftigt.

Ein Beispiel ist die Sandbergbrücke (im Verlauf des des Heiligen-Geist-Kamp über die B75), die seit der Öffnung der Nordtangente deutlich mehr Verkehr zu bewältigen hat. Sie sorgte bereits vor zwei Jahren für Schlagzeilen, weil sie bei einem ADAC-Test schlechte Noten erhielt. Ob sie noch zu retten ist, wird aktuell untersucht. Falls nicht, wird es ab der zweiten Jahreshälfte 2018 einen Neubau geben. Die Bauzeit wird bei über einem Jahr liegen.

Das größte Problem ist die Bahnhofsbrücke im Zuge der Fackenburger Allee. Nach derzeitigem Stand erfolgt der über 15 Millionen Euro teure Abriss und Neubau ab Mitte 2017. Die komplette Bauzeit inklusive Ersatzbrücke wird dreieinhalb Jahre dauern.

Die Marienbrücke wird in dieser Zeit viel Umleitungsverkehr aufnehmen. Danach muss auch sie abgerissen und neu gebaut werden. Das könnte nach derzeitigem Planungsstand im Jahr 2022 geschehen. Sorgen bereitet auch die Josephinenbrücke II von der Nordtangente zur Posener Straße. Hier ist ab Mitte 2017 ein Ersatzneubau geplant, die Karlstraßenbrücke folgt 2020.

Auch bei den Brücken zur Altstadt ist der Bedarf groß. Sie müssen zwar nicht abgerissen, aber saniert werden. Die Burgtorbrücke wird 2019 instand gesetzt, die Hüxtertorbrücke ab Mitte 2017, die Mühlentorbrücke 2018. Die Moltkebrücke folgt im Jahr 2023. Eine grundhafte Erneuerung benötigt auch die Wakenitzbrücke im Zuge des St.-Jürgen-Ringes. Hier wird von 2017 bis Mitte 2019 gearbeitet.

Die Kosten sind noch nicht geschätzt. Das Brückenbauprogramm aus dem Jahr 2012 ergab einen Finanzbedarf von 72,1 Millionen Euro „für die nächsten Jahre“. Vor zwei Jahren sprach die Verwaltung von rund 84 Millionen Euro.

Lübeck hat 270 Brücken und Infrastrukturbauwerke, wie zum Beispiel Lärmschutzwände. Es gibt einen Lichtblick bei der Mammutaufgabe: Die Brücke der Schwartauer Allee über die ehemalige Bahnstrecke zur Lohmühle kann endgültig abgerissen werden. Das ist für das Jahr 2025 geplant. Dann sind es nur 269 Anlagen, die regelmäßig saniert und erneuert werden.

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