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Lübeck

02. Dezember 2016 | 21:16 Uhr

Lübeck: Anschub für E-Mobilität

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Erste öffentliche E-Tankstelle ist in der Hansestadt ihrer Bestimmung übergeben worden

Für Besitzer von Elektrofahrzeugen gibt es jetzt noch einen guten Grund für den Besuch der Musik- und Kongresshalle (MuK) oder der Altstadt: Die erste Ladesäule auf einem öffentlichen Parkplatz steht bereit. E-Mobile parken hier kostenlos – und tanken zunächst auch noch kostenlos.

„Das ging schnell“, wundert sich Projektleiterin Lena Rybka von den Stadtwerken. Erst vor einem dreiviertel Jahr entstand die Idee für die Ladesäulen im öffentlichen Straßenraum. Stadtverwaltung, Industrie- und Handelskammer (IHK) und die städtische KWL waren sofort dabei. Jetzt steht die erste Säule auf dem Parkplatz vor der MuK. Die Stadt sorgte für die amtliche Beschilderung. E-Mobile können hier mit Parkscheibe zwei Stunden ohne Parkschein stehen. Das reicht, um die Batterie eines durchschnittlichen Fahrzeuges auf 50 bis 80 Prozent der Leistung aufzuladen. Der Ladevorgang ist einfach. Die Stecker sind inzwischen normiert. Solange es noch kein Bezahlsystem gibt, reicht eine EC-Karte oder eine andere Karte mit RFID-Chip, um die Steckdose zu öffnen. Später sollen alle üblichen Zahlungsmethoden, wie PayPal, möglich sein. Auch Ladekarten anderer Stromanbieter werden akzeptiert.

In den kommenden Tagen werden weitere Ladesäulen installiert an der Kanalstraße, in der Konrad-Adenauer-Straße, Musterbahn und in der Trelleborgallee. Etwas später folgen „Am Burgfeld“, der Bereich Kaufhof, die Paul-Brümmer-Straße, Mühlenstraße und die Beckergrube. Die Lübeck Netz GmbH, eine Tochter der Stadtwerke, investiert rund 200  000 Euro.

Mit den Ladestationen soll in Lübeck die E-Mobilität gefördert werden. Nach dem Stand von Mai 2016 gibt es in der Hansestadt derzeit nur 65 Elektrofahrzeuge. Mit den Lademöglichkeiten soll der Einsatz der elektrischen Antriebstechnik attraktiver werden. Projektleiterin Lena Rybka sieht auch einen positiven touristischen Effekt. Schon jetzt würden viele Skandinavier von der Autobahn abfahren, um ihr E-Mobil bei den Stadtwerken in der Geniner Straße aufzutanken. Jetzt kann das Aufladen mit einem Besuch in der Altstadt verbunden werden.



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