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Lübeck

06. Dezember 2016 | 13:12 Uhr

Hubbrücke soll erhalten bleiben

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Lübeck: Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt hat jetzt eine Machbarkeitsstudie ausgeschrieben

Seit über zehn Jahren wird über die Zukunft der 116 Jahre alten Hubbrücken diskutiert. Ein Neubau einer Brückenkonstruktion ist am Denkmalschutz gescheitert. Jetzt hat das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt eine Machbarkeitsstudie ausgeschrieben. Das Ziel: Die historischen Brücken sollen möglichst lange erhalten bleiben.

Die Hubbrücken zwischen den Straßen „An der Untertrave“ und Hafenstraße wurden zwischen 1896 und 1900 gebaut, dort wo der Elbe-Lübeck-Kanal in die Trave fließt. Seit mehreren Jahren ist eine Sanierung oder ein Nachbau der Anlage geplant. Doch das Projekt kommt nicht voran: Schon im Jahr 2009 stellte der Bund 13 Millionen Euro für eine Erneuerung bereit. Die Stadt lehnte das ab. Sie wollte eine Fahrbahn mit Fahrradspur und barrierefreiem Übergang für Fußgänger. Ein solcher Umbau bedroht allerdings den Welterbestatus der Innenstadt.

Jetzt hat das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) eine Studie zur Nutzungsdauer und zu den Instandsetzungsmöglichkeiten in Auftrag gegeben. Ziel ist der Erhalt der Bauwerke, die aus der Zeit von Pferdefuhrwerken stammen.

Henning Dierken, Amtsleiter des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Lübeck: „So werden beispielsweise die gesamte Brückenanlage inklusive Ober- und Unterbauten sowie die Gründungen und die Anlagentechnik untersucht, um am Ende eine fundierte und aktuelle Prognose zur Restnutzungsdauer der Hubbrücken zu erhalten.“

Die Machbarkeitsstudie wird in eine bereits vorliegende Untersuchung verschiedener Lösungsalternativen für die künftige Gewährleistung der Brückenfunktionen einfließen. „In die konkrete Umsetzung der anstehenden Instandsetzungsarbeiten an den Lübecker Hubbrücken fließen technische, wirtschaftliche, verkehrliche und denkmalpflegerische Aspekte ein“, so Henning Dierken.

Der Vertrag zur Erstellung der Machbarkeitsstudie wird mit einem fachkompetenten Ingenieurbüro geschlossen. Die Vergabe und spätere Vertragsabwicklung wird - für das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Lübeck - von den Brückenexperten aus dem Wasserstraßen-Neubauamt Magdeburg übernommen.


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