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Lübeck

10. Dezember 2016 | 06:01 Uhr

Flughafen sucht das Gespräch mit Anwohnern

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Lübecker Bürgerschaft gibt grünes Licht für die Stöcker Flughafen GmbH und Co. KG

Am Freitag hat die Stöcker Flughafen GmbH und Co. KG den Flughafen Lübeck übernommen. Es gibt sogar schon ein neues Logo. Das Unternehmen kündigt an, das Gespräch mit den Anwohnern suchen zu wollen. Und die gute Nachricht für die verbannten Segelflieger: Sie können gern wieder nach Blankensee kommen.

„Für ein technologisch orientiertes Unternehmen, wie die von mir geleitete Euroimmun AG mit über 2000 Mitarbeitern, ist ein Flughafen in der Nähe ein Standortvorteil und fast eine Voraussetzung“, erläutert der neue Inhaber und Anrainer Winfried Stöcker. „Vor allem werden Lübeck und die beiden Nordländer von der Erhaltung des Lübecker Flughafens profitieren. Keinesfalls sollte man den Hauptzweck dieser Einrichtung darin sehen, Touristen aus Hamburg von hier aus billig in die Welt fliegen zu lassen. Auch nicht darin, jährlich tausende chinesischer Flugschüler auszubilden – da bin ich als Groß Grönauer froh, dass mein Vorgänger sein Konzept nicht durchsetzen konnte.“ „Unsere Region wird attraktiver für Wirtschaft und Wissenschaft, es könnte sich Gesundheitstourismus etablieren, der den Lübecker Universitätsprofessoren auf ihren Spezialgebieten Patienten zuführt“, so der neue Investor Prof. Stöcker. „Wir wollen in erster Linie dafür sorgen, dass der Flughafen nicht geschlossen wird, und dann zunächst einen attraktiven Business-Airport für Norddeutschland entwickeln.“ An Stöckers Seite steht als Geschäftsführer wieder einmal Prof. Dr.-Ing. Jürgen Friedel, der bereits von 2011 bis 2013 die Geschicke des Airports gelenkt hatte. „Wir werden der momentanen Situation Rechnung tragen und den Flughafen zunächst vorwiegend Geschäftsfliegern offen halten. Ziel ist es aber ebenso, den längst gefassten Planfeststellungsbeschluss bedarfsgerecht umzusetzen und den Weg für die Verkehrsfliegerei zu ebnen“, so Friedel. Die neue Flughafengeschäftsführung führt bereits Gespräche mit den Verbänden und Vereinen rund um den Airport und den Blankensee und möchte auch das Gespräch mit den Bürgern der anliegenden Ortschaften aufnehmen. Die Segelflieger sollen zukünftig wieder auf ihrem angestammten Areal starten und landen können.

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