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Lübeck

09. Dezember 2016 | 14:44 Uhr

ZDF-Traumschiff „Deutschland“ : Ex-Reederinnen Gisa und Hedda Deilmann stellen Revisionsanträge

vom

Gisa und Hedda Deilmann sollen geerbtes Vermögen beiseite geschafft haben. Dann meldete ihre Reederei Insolvenz an. Das Landgericht Lübeck verurteilte die Schwestern unter anderem wegen versuchter Steuerhinterziehung.

Lübeck | Die ehemaligen Reederinnen des früheren ZDF-Traumschiffs „Deutschland“, Gisa und Hedda Deilmann, wollen das Urteil des Landgerichts Lübeck gegen sie nicht hinnehmen. Ihre Anwälte hätten Revisionsantrage gestellt, sagte ein Gerichtssprecher am Dienstag.

Der Prozess gegen Gisa und Hedda Deilmann hatte bundesweit für Aufsehen gesorgt. Die Zwillinge hatten von ihrem Vater Peter Deilmann geerbt, ihm gehörte die gleichnamige Reederei aus Neustadt in Holstein, die unter Führung der Schwestern 2009 Insolvenz anmelden musste. Die Reederei ist vor allem bekannt, weil sie Eigentümer des Kreuzfahrtschiffes MS „Deutschland“ - dem ehemaligen „ZDF-Traumschiff“ - war.

Die ehemaligen Geschäftsführerinnen der seit 2010 insolventen Reederei Deilmannn waren wegen versuchter Steuerhinterziehung, Bankrotts und falscher eidesstattlicher Versicherung zu Haftstrafen von jeweils zwei Jahren und neun Monaten verurteilt worden. Sie sollen Teile ihres Vermögens vor Beginn des Insolvenzverfahrens an Familienmitglieder überschrieben haben, um es dem Zugriff der Gläubiger zu entziehen.

Jetzt muss sich der Bundesgerichtshof in Karlsruhe mit dem Fall befassen. Zuvor hatten Medien über die Revisionsanträge berichtet.

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erstellt am 28.Jun.2016 | 16:07 Uhr

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