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Lübeck

05. Dezember 2016 | 05:26 Uhr

Lübeck : Ex-Mitarbeiterin gesteht Fälschung von Papieren für Ausländer

vom
Aus der Onlineredaktion

Eine ehemalige Mitarbeiterin der Stadt soll Aufenthaltsgenehmigungen nicht geprüft haben. Der Preis: vierstellige Euro-Beträge.

Lübeck | Eine ehemalige Mitarbeiterin der Stadt Lübeck soll Papiere für Ausländer gefälscht haben. Seit Dienstag muss sich die 47-Jährige wegen Bestechlichkeit vor dem Landgericht Lübeck verantworten. Zum Prozessauftakt räumte sie die Tatvorwürfe in einer selbst verlesenen Erklärung ein, wie ein Gerichtssprecher am Dienstag sagte. Nachfragen des Gerichts beantwortete sie jedoch nicht.

Die Staatsanwaltschaft wirft der Ex-Mitarbeiterin der Ausländerabteilung vor, im Jahr 2009 gegen vierstellige Euro-Beträge bei Aufenthaltsgenehmigungen auf entsprechende Prüfungen verzichtet zu haben. Die 47-Jährige soll Aufkleber und Reisedokumente erstellt und Wohnsitze in Lübeck angemeldet haben.

Neben ihr sind fünf Mittelsmänner aus Hamburg und Niedersachsen angeklagt. Die falschen Dokumente gingen an Angehörige von legal in Deutschland lebenden Ausländern, die selbst jedoch keine Aussicht auf ein reguläres Visum oder eine Erlaubnis für einen längeren Aufenthalt in Deutschland hatten. Sie wollten laut Anklage aus Afghanistan, der Türkei oder Marokko einreisen und dauerhaft in Deutschland leben.

Der Prozess wird am Mittwoch fortgesetzt. Ein Urteil wird Ende September erwartet.

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erstellt am 23.Aug.2016 | 17:18 Uhr

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