zur Navigation springen

Lübeck

10. Dezember 2016 | 21:31 Uhr

Durchgangsverkehr ist raus aus den Nebenstraßen

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Stadtverwaltung Lübeck: Sperrung der Friedenstraße hat sich positiv ausgewirkt

Jahrzehntelang war die schmale Friedenstraße eine belebte Verkehrsader: Von der Altstadt über die Marienbrücke gelangte man über den Lohmühlenteller auf direktem Weg zur Autobahn. Die Anlieger der Wohnstraße waren genervt, erst recht, weil morgens und abends Autos Stoßstange an Stoßstange standen mit laufendem Motor.

Am 8. Januar 2009 wurde die Friedenstraße für den Durchgangsverkehr gesperrt. Zunächst fand die Blechkaravane Schleichwege durcht die Nebenstraßen, bis durch bauliche Veränderungen und veränderte Einbahnstraßenregelungen der alte Verbindungsweg versperrt blieb.

Jetzt hat die Bauverwaltung der Stadtverwaltung positive Bilanz gezogen. Auch in den Nebenstraßen gebe es kaum noch Durchgangsverkehr. Wartezeiten gebe es nur an der Ampel an der Marienbrücke / Schwartauer Allee. Die Schaltung werde aber nicht geändert.

Die Stadtverwaltung hat in den Nebenstraßen zur Friedenstraße jeweils im März 2012 und 2014 sowie am 12. April diesen Jahres den Fahrzeugverkehr gezählt. In den meisten Straßen hat der Fahrzeugverkehr stark abgenommen. So wurden in der Geverdestraße in sechs Stunden 93 Fahrzeuge gezählt, zwei von ihnen suchten offenbar nach einer Möglichkeit, den Stadtteil als Durchfahrt zu nutzen.

Deutlich mehr Fahrzeuge nutzen die Wickedestraße. Hier fuhren in sechs Stunden 771 Autos. Hier liegt der Anteil des Durchgangsverkehres bei 27 Prozent. Die Schwelle, um weiter Maßnahmen zu ergreifen, liegt bei 30 Prozent. Gegenüber der Zeit vor der Verkehrsberuhigung in St. Lorenz Nord ist der Fahrzeugverkehr rückläufig. In den 90er Jahren waren hier noch 1050 Autos in sechs Stunden unterwegs.

Probleme gibt es nach Angaben der Bauverwaltung noch mit dem Knoten Schwartauer Allee / Marienstraße. Hier ist seit 2009 das Linksabbiegen aus der Marienstraße erlaubt. Außerdem bekommen Radfahrer auf der Marienbrücke eine vorgezogene Grünphase, damit sie sich vor der Kreuzung einordnen können. Die Ampelschaltung möchte die Stadt aber nicht ändern. Das Problem seien die häufigen Öffnungszeiten der Eric-Warburg-Brücke, die zu einer Verdrängung des Verkehrs führen. „Derzeit wird versucht, eine Optimierung der Öffnungszeiten zu erreichen, um die Auswirkungen auf das nachgeordnete Straßennetz zu minimieren“, so die Bauverwaltung.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen