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Bilanz für 2016 : Dräger verbessert Ergebnis trotz Umsatzrückgangs

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Bereits die vorläufigen Zahlen zeigten ein verbessertes Ergebnis dank des Kostensenkungsprogramms des Drägerwerks.

Lübeck | Der Dräger-Konzern, einer der führenden Hersteller von Medizin- und Sicherheitstechnik, hat 2016 trotz gesunkener Umsätze mehr Geld verdient. Erstmals seit der Finanzkrise im Jahr 2009 seien die Verkaufserlöse zurückgegangen, sagte Konzernchef Stefan Dräger am Mittwoch bei der Vorstellung der Geschäftszahlen. Umso erfreulicher sei die deutliche Ergebnissteigerung - das zeige, dass das Geschäftsmodell grundsätzlich intakt sei.

„Die Talsohle ist durchschritten, auch wenn das gute Ergebnis in erster Linie auf Kosteneinsparungen durch unser Programm ,Fit for Growth‘ beruht“, sagte Dräger. Dieses Programm sei noch nicht abgeschlossen. Dräger hatte nach massiven Verlusten im Jahr 2016 mit einem Effizienzprogramm gegengesteuert, zum dem auch Stellenstreichungen am Stammsitz Lübeck gehörte.

„Das Programm zeigt Wirkung. Allein durch die Konzentration der Produktion in unserer Lübecker Zukunftsfabrik konnten wir unsere Kosten um rund neun Millionen Euro senken, sagte Vorstandsmitglied Rainer Klug. Aktuell beschäftigt Dräger weltweit rund 13.000 Mitarbeiten, davon 4800 in Lübeck. Damit ist das Unternehmen der größte Industriearbeitgeber in Schleswig-Holstein. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) hat sich nach einem kräftigen Einbruch im Vorjahr auf knapp 137 Millionen Euro mehr als verdoppelt (2015: 66,7 Millionen Euro). Der Umsatz ging um 3,3 Prozent auf rund 2,5 Milliarden Euro zurück (2015: 2,6 Milliarden). Der Jahresüberschuss erreichte knapp 82 Millionen Euro (2015: 33,3 Millionen). 

Dennoch wollen Vorstand und Aufsichtsrat bei der Hauptversammlung am 10. Mai eine unveränderte Dividende von 0,19 Euro je Vorzugsaktie und 0,13 Euro je Stammaktie vorschlagen. Über eine höhere Ausschüttung könne man erst nachdenken, wenn sich die Ergebnisentwicklung nachhaltig verbessert habe, sagte der Konzernchef.

Für 2017 ist er vorsichtig optimistisch. „Wir sind gut ins Jahr gestartet, aber es gibt weltweit viele politische Unsicherheiten, von denen wir noch nicht wissen, wie sie sich auf unser Geschäft auswirken“, sagte Dräger. Er geht von einem währungsbereinigten Umsatz zwischen null und drei Prozent und einer Ebit-Marge zwischen fünf und sieben Prozent aus. 2016 hatte sie bei 5,4 Prozent und 2015 bei 2,6 Prozent gelegen.

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erstellt am 08.Mär.2017 | 07:13 Uhr

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