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Lübeck

06. Dezember 2016 | 11:12 Uhr

Die Kultursenatorin will Bürgermeisterin werden

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Breite Unterstützung für parteilose Kathrin Weiher durch mehrere Fraktionen der Bürgerschaft

Die jetzige Kultursenatorin Kathrin Weiher wird bei der Bürgermeisterwahl im kommenden Jahr antreten. Für ihre Kandidatur erhält sie breite Unterstützung von Schwarz bis Rot. Einzelheiten zu ihren politischen Schwerpunkten macht Kathrin Weiher aber noch nicht.

Die Fraktionen von CDU, Grünen, FDP und BfL unterstützen eine Kandidatur der parteilosen 54-Jährigen. Die Fraktion „Freie Wähler und Die Linke“ ist gespalten. Die Linken sind für Kathrin Weiher, die Freien Wähler lehnen ein so breites Bündnis grundsätzlich ab. „Wir halten es für falsch, mit fünf politisch völlig verschiedenen Parteien eine Kandidatin zu präsentieren. Das geht nur mit einer inhaltsleeren Konsenskandidatin", so Kreisvorsitzender Thomas Misch.

Auch bei der BfL-Fraktion gibt es noch einen Haken. „Die Partei“, die sich der Fraktion angeschlossen hat, hat mit Ali Alam einen eigenen Kandidaten für das Bürgermeister-Amt. Man sei im Gespräch, damit Alam verzichte, sagte BfL-Fraktionschef Marcel Niewöhner.

Formal zuständig für die Kandidaten-Aufstellung sind die Parteien. Darüber wird auf dem Parteitagen entschieden. Das Meinungsbild sei aber bei allen Parteien eindeutig, versichern die Fraktionsvorsitzenden.

Kathrin Weiher ist seit 1. Januar 2015 Kultursenatorin in der Hansestadt. Sie hat Soziologie und Rechtswissenschaft studiert und war zuletzt Erste Kreisrätin im Landkreis Göttingen. Als Hobby gibt sie ihren Hund an.

Ein Wahlprogramm möchte Weiher noch nicht präsentieren. Sie könne sich aber vorstellen, die Aufgaben im Senat neu zu verteilen, um einen Finanzsenator zu schaffen. Eine zusätzliche Stelle werde es aber nicht geben.

Die SPD entscheidet im November über einen Kandidaten. Ob Amtsinhaber Bernd Saxe nach 18 Jahren im Amt noch einmal antritt, ist unklar. Die Wahl findet zwischen November 2017 und Frühjahr 2018 statt.

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