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Lübeck

10. Dezember 2016 | 17:35 Uhr

Bis 2019 mit Volldampf

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Reinhard Meyer besucht Großprojekt A1-Baustelle

Fast 70 Millionen investiert der Bund in die Erneuerung des Autobahnkreuzes Bad Schwartau. „Dabei werden Nägel mit Köpfen gemacht, wenn wir schon einmal dabei sind“, erklärten die Vertreter des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr (LBV) beim Ortstermin mit Reinhard Meyer (SPD), Minister für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie des Landes Schleswig-Holstein, der sich einen Eindruck vom Stand der Arbeiten verschaffen wollte.

„Bis 2019 sind wir hier im Gange“, erklärte der Minister. Er ist sichtlich zufrieden mit dem Fortschritt der Arbeiten. Das bringe zwar Einschränkungen für die Verkehrsteilnehmer mit sich, „aber es ist eine sinnvolle und notwendige Investition in den Erhalt der Infrastruktur Schleswig-Holsteins“.

Ein hoher Aufwand gilt dabei dem Lärmschutz auf insgesamt sieben Kilometern Länge. „Drei Kilometer davon im Bereich Bad Schwartau werden dabei bereits in diesem Jahr in Angriff genommen“, erläuterte Britta Lüth, stellvertretende Leiterin des LBV in Lübeck. Passiver Lärmschutz an den anliegenden Häusern und vor allem sogenannter Flüsterasphalt soll den unvermeidlichen Verkehrslärm dabei für die Autobahnanlieger weiter wirksam reduzieren.

Vor Ort nahm Minister Meyer anschließend die Bohrungen für die neuen Lärmschutzwände in Augenschein. Dazu werden Stahlpfosten errichtet, an die hochabsorbierende Leichtmetall-Elemente montiert werden. „Die Höhe der grün gestalteten Wände variiert zwischen 2,50 und fünf Metern, in einigen Abschnitten gibt es zudem auch Wall-Wand-Kombination“, so Britta Lüth.

Besonders zeit- und kostenintensiv wird die Sanierung durch die insgesamt 13 Bauwerke im Autobahndreieck mit knapp fünf Kilometern auf der A1 und 1,5 Kilometern auf der A226 sowie den Anschlussstellen Bad Schwartau und Sereetz. Reinhard Meyer: „Zehn Bauwerke müssen ertüchtigt werden, zwei erhalten einen neuen Überbau und eine Brücke wird vollständig durch einen Neubau ersetzt.“

Parallel zu den Lärmschutzmaßnahmen werden in diesem Jahr auch die Mittelstreifenüberfahrten, die neue Mittelstreifenentwässerung, Leitplanken sowie eine provisorische Fahrbahnverbreiterung für künftige Baustellenumleitungen errichtet. Meyer bat Anwohner wie Verkehrsteilnehmer um Geduld und Verständnis: „Große Bauprojekte wie dieses sind zwangläufig mit Verkehrsbeeinträchtigungen verbunden. Unser Landesbetrieb versucht aber alles, um die Auswirkungen so gering wie möglich zu halten. Am Ende bekommen wir dafür eine leistungsfähige Straße, die sich für die Menschen und die Wirtschaft in der Region auszahlen wird.“

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erstellt am 14.Jul.2016 | 15:42 Uhr

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