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Lübeck

09. Dezember 2016 | 14:45 Uhr

Ab 2017: Eheschließung auch in Lübecks guter Stube

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Im mittelalterlichen Rathaus können mehrere repräsentative Räume gebucht werden

Im Audienzsaal des Lübecker Rathauses werden Staatsgäste empfangen und Festakte durchgeführt. Ab Januar kann dort auch geheiratet werden. Die Verwaltung hat jetzt ein Konzept zur Verabschiedung vorgelegt.

Im Januar und April hatte die Bürgerschaft ein Konzept für Trauungen im Rathaus gefordert, das Innensenator Ludger Hinsen (CDU) jetzt vorgelegt hat. Und er beginnt mit einem kurzen formalen Hinweis: Trauungen werden in Kirchen vollzogen, das Standesamt kann nur Eheschließungen anbieten.

Das Lübecker Rathaus kann nur zu bestimmten Zeiten für Eheschließungen genutzt werden. Es soll jeweils am ersten Mittwoch im Monat drei Termine geben: 10.30 Uhr, 11.30 Uhr und 12.30 Uhr. Ausgenommen ist der Dezember und der Tag vor Himmelfahrt. Dafür können die zukünftigen Eheleute den Raum für die Zeremonie wählen. Es stehen der Audienzsaal, die Hörkammer, das Erkerzimmer und das Kommissarenzimmer zur Verfügung. Die Mitarbeiter des Rathauses sollen durch die Hochzeiten zusätzlich belastet werden. Diese Aufgabe wird die Lübeck und Travemünde Marketing GmbH (LTM) übernehmen. Sie berät die Brautpaare, organisiert den Blumenschmuck und einen Sektempfang. Außerdem besorgt sie eine Ausnahmegenehmigung zum Parken auf dem Marienkirchhof für maximal zwei Fahrzeuge. Das Fahren vor die Tür auch mit Kutschen ist nicht gestattet. Die Hochzeit im historischen Ambiente hat ihre Preis. Die LTM berechnet für die jeweils einstündige Nutzung das Erkerzimmers mit maximal zehn Personen 950 Euro. Für das Kommissarenzimmer mit maximal 20 Personen sind 1050 Euro zu entrichten, die Überlassung der Hörkammer mit maximal 40 Personen wird mit 1150 Euro berechnet, und für den Audienzsaal, der 100 Gästen Platz bietet, müssten 1650 Euro gezahlt werden. Wer auf Sekt oder Parkgenehmigung verzichtet, kann etwas sparen.

Bleibt noch ein Problem: Das Standesamt hat nicht genug Mitarbeiter für Ausflüge ins Rathaus. Dafür sollen Vertretungskräfte aus der Verwaltung und Pensionäre gewonnen werden, die entsprechend geschult werden.

Die Bürgerschaft wird Ende November grünes Licht geben.

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