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Lübeck

28. Juni 2016 | 17:11 Uhr

Unfall in Lübeck : 16-jähriger Flüchtling stirbt kurz vor der Reise nach Schweden

vom
Aus der Onlineredaktion

Als unbegleiteter Flüchtling schafft es bis nach Deutschland. Durch einen tragischen Unfall verliert er sein Leben.

Lübeck | Die Geschichte ist tragisch: Ein Jugendlicher hat einen Tag nach einem Zusammenstoß mit einem Auto sein Leben verloren. Der 16-Jährige war als unbegleiteter Flüchtling aus Afghanistan auf der Durchreise nach Schweden und war über Nacht auf dem Gelände der „Walli“ untergebracht.

Zu dem Unfall kam es am Mittwochabend auf der Willy-Brandt-Allee direkt vor dem Solidaritätszentrum des Lübecker Flüchtlingszentrums auf der Wallhalbinsel gegenüber der Musik- und Kongresshalle. Der Junge wurde von einem Auto erfasst und so schwer verletzt, dass er am Donnerstagmorgen in einem Lübecker Krankenhaus verstarb.

„Der Unfall geschah unmittelbar bevor der 16-Jährige den Bus besteigen wollte, der ihn zur Fähre nach Travemünde bringen sollte, um von dort weiter nach Schweden zu seinen Verwandten zu reisen“, sagt Jana Schneider vom Solidaritätszentrum des Lübecker Flüchtlingsforums auf der „Walli“. Aktivisten des Solidaritätszentrums leisteten Erste Hilfe und alarmierten sofort den Rettungsdienst, der auch schnell vor Ort war.

Nach Angaben der Polizei hatte ein 46-jähriger Lübecker gegen 18.24 Uhr mit seinem Renault die Willy-Brandt-Allee befahren, als in Höhe des  Solidaritätszentrums zwei Personen (16 und 21 Jahre alt) über die Fahrbahn liefen. „Trotz einer Vollbremsung wurde der 16-Jährige Jugendliche durch das Fahrzeug erfasst und schwer verletzt. Der Jugendliche wurde in eine Lübecker Klinik verbracht, wo er am Donnerstagvormittag verstarb“, sagte Dierk Dürbrook, Sprecher der Polizeidirektion Lübeck.

„Wir alle sind geschockt und bestürzt über den tragischen Tod eines jungen Menschen, dem wir helfen wollten, zu seinen Verwandten nach Schweden zu kommen. Dass er nach der langen gefährlichen Flucht so kurz vor dem Ziel ums Leben gekommen ist, macht uns unfassbar traurig“, sagte Jana Schneider vom Solidaritätszentrum des Lübecker Flüchtlingsforums.

Als Sofortmaßnahme zur Erhöhung der Verkehrssicherheit fordert das Lübecker Flüchtlingsforum die Hansestadt Lübeck auf, vor dem Solidaritätszentrum in der Willy-Brandt-Allee eine Tempo-30-Zone und einen Fußgängerüberweg (Zebrastreifen) einzurichten.

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erstellt am 21.Jan.2016 | 21:43 Uhr

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