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Kiel

21. Februar 2017 | 04:29 Uhr

Zwischen Schlamm und Schlemmen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Viel los am Wochenende: Rund 20 000 Gäste beim Streetfood-Festival, 2000 Besucher beim „Mud Fun Run“ und Flohmarkt in der Innenstadt

Das erste Streetfood-Wochenende hat in Kiel nicht nur unzählige Mägen mit Burgern, Tacos, klassischem Flammkuchen oder frittiertem Sushi gefüllt – es hat auch für lange Wartezeiten gesorgt. Bei schönstem Frühlingswetter verzeichnete Veranstalter Lars Binder gestern bereits um 15 Uhr rund 15  000 Besucher – allein am Sonntag. Und das bei begrenzter Aufnahmekapazität: Nur 2000 Gäste durften aus Sicherheitsgründen gleichzeitig auf das abgesperrte Gelände am Ostseekai gelassen werden. Folge: Eine lange Warteschlange, die bei manchen Besuchern für Frust sorgte: „Also bei über einer Stunde Wartezeit am Einlass ist mir ehrlich gesagt der Appetit mehr als vergangen“, schrieb eine enttäuschte Kundin auf Facebook.

Die meisten aber zeigten laut Binder Verständnis, der sich über den Erfolg freute: „Ich bin sehr zufrieden.“ Bis zu 30 Foodtrucks, also rollende Imbisse, hatten am Sonnabend und Sonntag erstmals in Kiel Station gemacht. Besonders junge Leute sprach das Konzept von zumeist qualitativ höherwertigem Essen auf die Hand an. Der Preis allerdings bewegte sich dafür auch in Zonen zwischen 4,50 Euro für Süßkartoffel-Fritten mit Dip und 9,90 Euro für den „Maharaja-Teller“ mit Lachs, Kichererbsencurry und Kartoffel-Masala. Den Kieler Studenten Florian (27) und Thea (22) jedenfalls war es den Preis wert – auch den Eintritt von einem Euro zahlten sie ohne zu meckern. Enttäuscht war hingegen Antje (30), die mit Freunden gekommen war. Ihre mit Gemüse gefüllten Teigtaschen fand sie zu wenig gewürzt und die Portion zu klein für sechs Euro. Auch den Eintrittspreis fand sie überflüssig.

Freien Eintritt gab es gestern dafür beim Flohmarkt in der Innenstadt, die am Vormittag geradezu überlief. Freier Eintritt auch beim 5. „Mud Fun Run“ auf dem Nordmarksportfeld am Sonnabend, der nach Veranstalterangaben rund 2000 Besucher anzog. Die wollten sich Schlamm- und Schaumbad der Läufer nicht entgehen lassen. So wie Miriam Gerschewski aus Ascheberg mit Sohn Tom Prast (12): „Total klasse, was die hier auf die Beine stellen“, so Miriam Gerschewski. Und für Tom steht fest, dass er in zwei Jahren mitmachen will.

Der „Fun Run“ ist einer der verrücktesten Hindernisläufe im Land, der erstmals auch einen Kurz-Lauf für Jugendliche ab 14 Jahren anbot. Die Erwachsenen hatten die Wahl zwischen 20, zehn oder fünf Kilometer-Strecken. In jeder Runde á zweieinhalb Kilometer mussten 15 Hindernisse überwunden werden: Schlammcontainer, Rutsche mit Schaumkanone, Container mit kaltem Wasser, Hürden oder Autoreifen, durch die die Läufer sich zwängen mussten. Insgesamt hatten sich rund 850 Erwachsene und knapp 200 Jugendliche angemeldet, wie Lars Bracker vom Veranstalter Eventbüro Kiel sagte.

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erstellt am 02.Mai.2016 | 06:04 Uhr

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