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Kiel

05. Dezember 2016 | 17:41 Uhr

MS Deutschland : TV-Traumschiff liegt jetzt dauerhaft im Hafen Kiel

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Das Schifffahrtsmuseum erwirbt das originale Reeder-Modell der „MS Deutschland“ aus der Insolvenzmasse von Deilmann. Im Maßstab 1: 75 steht es zurzeit im Ostseekai, doch das Schifffahrtsmuseum plant bereits eine Ausstellung über Kieler Kreuzfahrer.

An Luftlinie sind es nur ein paar hundert Meter quer über die Förde: HDW baute vor knapp 20 Jahren die „MS Deutschland“ – ein Luxus-Kreuzfahrer, der als „Traumschiff“ in der gleichnamigen TV-Serie berühmt wurde. Jetzt ist die „MS Deutschland“ dauerhaft zurück im Kieler Hafen – wenn auch nur in Miniaturform. Seit gestern steht ein Modell des mondänen Schiffes unter Glas im Ostseekai. Es wirbt bei den Besuchern für eine Visite im benachbarten Schifffahrtsmuseum.

Es handelt sich dabei um das originale, 2,33 Meter lange Reeder-Modell im Maßstab 1  :  75. Es stand viele Jahre lang im Vorzimmer des Seniorchefs Peter Deilmann in Neustadt und gehörte nach der Pleite der Reederei zur Insolvenzmasse. Doris Tillmann ist stolz darauf, dass sie die Mini-„Deutschland“ für das Kieler Schifffahrtsmuseum erwerben konnte. Beim Kaufpreis von 10  000 Euro half ihr der Förderverein mit seinem Vorsitzenden Martin Skaruppe. Aus Platzgründen findet das Modell vorerst keine Unterkunft im Museum, deshalb bot sich der Ostseekai als passendes Ausweichquartier an. „Wir planen eine Ausstellung zur Kieler Kreuzfahrtgeschichte“, kündigte Doris Tilmann bereits an. Dann sollen auch die gutbekannte TV-Titelmelodie und einige Video-Sequenzen eingespielt werden.

Zu den Gästen gehörte gestern auch das Ehepaar Annie und Reinhard Laszig. Sie war von Anfang an als Bord-Pastorin dabei, er begleitete seine Frau mitunter und hatte dann die Aufgabe, die gut 500 Passagiere mit Vorträgen über die Medizin im alten Ägypten oder die Wikinger-Kultur auf die nächsten Ausflüge an Land vorzubereiten. Das Modell weckte Erinnerungen an die „Traumschiff“-Reisen, die ja sogar bis zur Amazonas-Stadt Manaus führten. Und im arabischen Sasalah wurde einer nackten Frauen-Statue auf dem Achterdeck vor dem Anlegen noch ein Bademantel umgelegt – die Kontrolleure in Oman waren streng. Übrigens: Beliebtestes Bord-Restaurant war „Der alte Fritz“ – das Büfett bot rund um die Uhr Frikadellen, Würstchen und Schmalzbrote an.
 

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erstellt am 01.Jul.2016 | 21:20 Uhr

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