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Kiel

26. September 2016 | 00:31 Uhr

Theater op Platt : Tussipark sucht halbes Auto

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Karaoke, Klassiker und Komödien: Die Niederdeutsche Bühne Kiel startet am 30. September in die Saison. Mit „Harald und Maude“ haben die Plattdeutschen auch ein Kultstück der 70er-Jahre sowie mit „Twiefel“ ein brandaktuelles Stück über kirchlichen Umgang.

Das Casting zum Ende der vergangenen Spielzeit war erfolgreich: Mehrere Dutzend Neulinge verstärken das Ensemble der Niederdeutschen Bühne in der neuen Saison. Auftakt ist am Freitag, 30. September, mit der Premiere der Komödie „Bliev doch to’n Fröhstück“ – und dabei fällt für Sofie Köhler einen Tag nach ihrem 26. Geburtstag gleich eine Hauptrolle ab.

Carina Dawert, als stellvertretende Bühnenleiterin auch für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig, atmet erleichtert auf: „Wir haben in der neuen Saison sehr viele Rollen zu vergeben– doch ein Darstellerproblem werden wir nicht bekommen.“ Dafür sorgen sich die Plattdeutschen noch um die Ausstattung: Für die niederdeutsche Bühnenversion von „Tussipark“ wird dringend ein kleines (halbes) Auto benötigt (Rückfragen: Tel. 0173  /   89  59  139). Im Fahrzeug hat sich nämlich nach ihrer geplatzten Hochzeit Wanda verschanzt, die mit ihren Zufallsfreundinnen als Tussi-Quartett in den Kampf gegen die Männer zieht. „Tussipark“ (Premiere: 17. Februar) liefert die Gegenwelt zum erfolgreichen Karaoke-Stück „Machos op Ies“ der vergangenen Saison.

Bei der Niederdeutschen Bühne stehen wieder sechs Stücke auf dem Programm, hinzu kommen das Weihnachtsmärchen „Schneewittchen“ (ab 26. November) sowie die beliebten Weihnachtslesungen. „Mien Mann, de fohrt to See“ (ab 28. Oktober) gehört zu den Komödien-Klassikern. Ebenso wie bei „Endlich alleen!“, das am 5. Mai die Spielzeit beenden wird, stehen etliche Casting-Neulinge erstmals auf den Brettern, die die Welt bedeuten.

Mit „Harold und Maude“ (ab 13. Januar) greifen die Niederdeutschen ein Kultstück aus den 70er-Jahren auf: Junger, suicid-gefährdeter Mann lernt vitale alte Dame kennen und lieben. Die Veteranin, die auch mal auf dem geklauten Motorrad durch die Stadt brettert, öffnet ihm die Augen für das wahre Leben.

Noch ernster geht es zu bei „Twiefel“ (plattdeutsche Uraufführung am 24. März) nach der Filmvorlage „Glaubensfrage“. Der liberale Priester bringt frischen Wind in die religiöse Lehranstalt, doch die eifersüchtige Nonne macht ihm das Leben zur Hölle. Dabei steht auch der höchst aktuelle Vorwurf des Kindesmissbrauchs im Raum. Die strenge unbarmherzige Nonne in „Twiefel“ spielt Anne Rohde, sie feiert mit dem Stück zugleich ihr 50-jähriges Bühnenjubiläum. Carina Dawert ist überzeugt: „Das wird eine Paraderolle für sie.“


> Eintrittskarten kosten 10 bis 14 Euro (ermäßigt: 7 bis 11 Euro); Abonnements sind für 34 bis 72 Euro zu haben;
> Der Vorverkauf läuft über das Kieler Theater, Tel. 0431 / 901 901. Karten gibt es im Opernhaus, im Schauspielhaus, bei der Konzertkasse Streiber und an der Abendkasse;
> Kontakt zur Niederdeutschen Bühne: www.nbkiel.de

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erstellt am 19.Sep.2016 | 19:32 Uhr

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