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Kiel

03. Dezember 2016 | 10:45 Uhr

Sommer-Oper : Trotz Regenwolken: „Räuber“ entfachen Begeisterung

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Es lag am Wetter, dass diesmal nur 3000 Menschen bei der Live-Übertragung der Sommer-Oper in die Stadtteile dabei waren. Aber was heißt „nur“: Die Begeisterung war groß – in Gaarden, in Mettenhof und auf dem Rathausplatz.

Immerhin: Gut 3000 Menschen verfolgten am Freitagabend an drei Standorten die Live-Übertragung der Kieler Rock-Oper „Die Räuber“ (siehe auch Bericht auf der Kultur-Seite). Die Zahl aus dem Vorjahr – gut 10  000 waren es bei „Nabucco“ – wurde damit nicht annähernd erreicht, entmutigt die Veranstalter keinesfalls. „Wir haben nur positive Rückmeldungen bekommen“, resümierte gestern Kulturreferent Boris Pasternak.

Es war wohl vor allem der Starkregen am späten Nachmittag, der viele Kulturfreunde abgeschreckt hat. Die eigentliche Übertragung am Abend blieb so gut wie trocken. Zur Freude auch der rund 600 Zuschauer in Mettenhof, die an den gedeckten Bierzeltgarnituren oder auf mitgebrachten Campingstühlen Platz nahmen. Zu ihnen gehörten Lisbeth und Thorsten Hardel sowie Uta und Ewi Birkenstock, die Weißbrot, Käse, Erdbeeren und Weintrauben mitgebracht hatten. Auch der rote Tropfen fehlte nicht. Das Quartett hatte schon „Nabucco“ erlebt und zeigte sich angesichts des guten Klangs auch von Schillers „Räubern“ sehr angetan.

In Gaarden war die Atmosphäre ebenfalls entspannt. Die Flensburgerin Jule Herzog war der Einladung ihrer Freundin Edith Langer (Schönkirchen) gefolgt: „Wir finden es schön, dass es solche Events gibt.“ Maike Zielke aus Kiel-Hassee hatte ihre Mutter Anke Bäumer aus Flintbek von der kostenlosen Veranstaltung überzeugt. In ihrer Begleitung kehrte auch Avid Spiekermann aus Oppendorf („Ich habe elf Jahre in Gaarden gelebt“) wieder auf den Vinetaplatz zurück, um mit insgesamt gut 400 Gästen das Leinwand-Spektakel zu verfolgen.

Zusammen mit 2000 Gästen auf dem Rathausplatz schauten sich also gut 3000 Menschen die Uraufführung der Rock-Oper an. Das ist für Pasternak immer noch ein guter Wert: „Regenwolken sind das Risiko von Open-Air-Veranstaltungen.“ Er setzt fürs nächste Jahr auf besseres Wetter: „Dann sind auch der Bootshafen und der Blücherplatz wieder dabei.“

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erstellt am 03.Jul.2016 | 17:48 Uhr

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