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Kiel

09. Dezember 2016 | 16:41 Uhr

Neues Trainingszentrum für Handballer : THW Kiel zieht nach Altenholz - so reagieren die Einwohner

vom

Die Handballer des THW Kiel bekommen ein neues Trainingszentrum in Altenholz. Was sagen die Einwohner dazu? shz.de hat mit ihnen gesprochen.

Altenholz | Das neue Trainingszentrum des THW Kiel wird in Altenholz bei Kiel im Kreis Rendsburg-Eckernförde errichtet. Für die Deutsche-Meister-Mannschaft sowie für Nachwuchshandballer will ein noch ungenannter Investor bis 2018 eine umfangreiche Anlage bauen, die deutlich mehr bieten soll als nur eine Trainingshalle. Die geplanten Kosten für den zwischen der Fachhochschule für Verwaltung und Dienstleistung, dem IT-Unternehmen Dataport und der Wohnanlage „Westside Living“ gelegenen Komplex liegen im zweistelligen Millionenbereich.

Doch was sagen die Altenholzer Bürger zu dem geplanten Neubau? shz.de hat mit ihnen gesprochen. Einige verhoffen sich davon auch Vorteile für den eigenen Handballnachwuchs des TSV Altenholz.

Neben den Räumlichkeiten für den Handball, wie Laufbahn, Kraftraum, Arztzimmer, Kantine und Büros, sieht der Investor ein Hostel vor, außerdem Mietraum für weitere Sportangebote, Physiotherapie und Ernährungsberatung. Der THW soll als Mieter im neuen Sportzentrum trainieren. Der Hauptsitz des Vereins bleibt weiterhin hin Kiel.

Altenholz’ Bürgermeister Carlo Ehrich war schon seit längerem in die Pläne eingebunden, bis jetzt jedoch zur Verschwiegenheit verpflichtet. „Darüber, dass das sportliche Aushängeschild der Region zu uns nach Altenholz kommt, freuen wir uns sehr“, sagt Ehrich. „Die Realisierung wird sehr attraktiv für den THW aus sportlicher Sicht und ein deutlicher Image-Gewinn für die Gemeinde.“

Einrichtungen wie Physiotherapie, Kantine und Hostel brächten auch für Altenholz Nutzen. Außerdem erhofft sich der Bürgermeister Vorteile für den lokalen Handball. „Die Halle wird bestimmt nicht rund um die Uhr von den Kielern in Anspruch genommen werden. Da ergeben sich sicher auch Trainingszeiten für unseren TSV.“ Zudem biete die Nähe und der Umgang mit den Kieler Profis vielleicht ein Sprungbrett für die Altenholzer Handballer.

Ein Bauantrag für das Trainingszentrum liegt der Gemeinde allerdings noch nicht vor. Ehrich: „Es wäre gut, wenn die Pläne sich in den bestehenden Bebauungsplan des Geländes einfügen ließen, ohne dass dieser geändert werden muss.“ Genaueres werde sich am kommenden Montag zeigen. Dann trifft sich der Bürgermeister mit den Investoren und Vertretern von Dataport.

Foto: Raschke

Florian Holzer (21), Angestellter beim Bauhof, findet: „Das bringt mal ein bisschen Popularität hier in den Ort.“ Er wundert sich zwar, dass Altenholz anstelle von Kiel ausgewählt wurde. „Aber das Trainingslager ist auf jeden Fall eine gute Sache, besonders auch, da die Nachwuchsprofis gefördert werden.“

Foto: Raschke

Uta Jürgens (45) aus Wankendorf arbeitet als Küchenleiterin in Altenholz, sie ist seit 40 Jahren THW-Fan und freut sich deshalb ganz besonders: „Ich finde, dass das eine sehr gute Idee ist. Handball ist ja nicht der größte Sport in Deutschland. Das Trainingszentrum könnte die Jugend für Handball begeistern.“

Foto: Raschke

Auch Werner Brussig (66), Rentner, war von der Neuigkeit sehr überrascht: „Das ist eine tolle Sache. Für unsere Region ist die Entscheidung gut. Auch weil das Trainingszentrum zusätzlich für andere Dinge als Handball genutzt werden wird.“ Auch die Förderung junger Talente begrüßt er.

Foto: Raschke

Uwe Kuphaldt (65), Rentner aus Kiel, war lange Jahre Altenholzer und fühlt sich sehr verbunden mit der Gemeinde. „Bei den Bedingungen, unter denen der THW in Kiel trainiert, ist der Umzug eine gute Entscheidung. Der THW arbeitet eng mit dem TSV Altenholz zusammen. Es könnten sich neue Synergien ergeben.“

Foto: Raschke

Anke Petersen (61), Einzelhändlerin: „Ich war völlig baff, als ich davon gehört habe. Wenn Kiel mit eigenen Plänen nicht in die Puschen kommt –  umso besser für uns. Schade nur, dass der THW nicht zusammen mit dem Holstein Kiel geplant hat. Dass diese Kooperation nicht zustande kam, ist schon bitter.“

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erstellt am 21.Jul.2016 | 19:31 Uhr

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