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Kiel

05. Dezember 2016 | 05:30 Uhr

Hermann-Ehlers-Preis : Stiftungspreis in Kiel an rumänischen Präsidenten Klaus Werner Iohannis verliehen

vom

Joachim Gauck, Jean-Claude Juncker und Helmut Kohl haben den Preis schon bekommen. Iohannis kämpft gegen Korruption.

Kiel | Rumäniens Präsident Klaus Werner Iohannis hat am Mittwoch in Kiel den Hermann-Ehlers-Preis der gleichnamigen Stiftung entgegengenommen. Mit der Auszeichnung würdigt die CDU-nahe Stiftung die Verdienste des rumänischen Staatsoberhauptes, die Werte der Europäischen Union in seinem Land zu etablieren. Zudem ehrte sie Iohannis (57) für dessen Kampf gegen Korruption und für mehr Rechtsstaatlichkeit.

Die Stiftung zeichnet mit dem Hermann-Ehlers-Preis seit 1974 Menschen aus, die sich um die freiheitliche demokratische Grundordnung in Deutschland und Europa besonders verdient gemacht haben. Der CDU-Politiker Ehlers war von 1950 bis 1954 Präsident des Bundestags. Unter den Preisträgern sind Joachim Gauck, Jean-Claude Juncker und Helmut Kohl.

„Dieser Preis bedeutet mir sehr viel“, sagte der rumänische Präsident in Kiel. Er nehme die Auszeichnung für viele Rumänen entgegen, die sich im Bereich Justiz, Rechtsstaatlichkeit und Korruptionsbekämpfung engagierten. Dieses Thema sei im Land weiterhin sehr wichtig. Hier gebe es mittlerweile sehr sichtbare Erfolge. Er ermutige alle, im Kampf gegen die Korruption weiterzumachen, sagte Iohannis.

Er war in seiner Heimatstadt Sibiu (Hermannstadt) in Siebenbürgen nach seiner ersten Wahl zum Bürgermeister im Jahr 2000 dreimal wiedergewählt worden, stets mit mehr als zwei Dritteln der Stimmen. Er entwickelte die mittelalterliche Stadt zur Attraktion für Investoren und Touristen. Im Jahr 2014 wurde er Vorsitzender der Nationalliberalen Partei und auch zum Präsidenten des Landes gewählt.

Die Laudatio auf Iohannis hielt in Kiel der Vorsitzende des Bundes der Vertriebenen, der CSU-Bundestagsabgeordnete Bernd Fabritius. Er ist ebenso wie der rumänische Präsident Siebenbürger Sachse. Beide wuchsen in derselben Stadt auf. Iohannis sei gerade bei der jungen Generation beliebt und überzeugter Europäer, betonte Fabritius. Mit Iohannis als Präsident habe Rumänien seinen Weg in Richtung Europa beschleunigt, sagte der Vorsitzende der Hermann Ehlers Stiftung, Otto Bernhardt.

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erstellt am 28.Sep.2016 | 20:47 Uhr

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