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Kiel

07. Dezember 2016 | 15:36 Uhr

Teures Wohnen : Steigende Mietpreise: So viel zahlen Studenten für ihre Bude in Kiel und HH

vom
Aus der Onlineredaktion

Seit 2010 sind die Mietpreise immer weiter geklettert. Und das Wohnen für Studenten soll noch teurer werden.

Kiel/Hamburg | In Kiel und Hamburg wird das Leben für Studenten immer teurer, weil sie für ihre Bleibe mehr Miete zahlen als noch vor ein paar Jahren - und die Preise werden weiter steigen. Das hat eine aktuelle Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) im Auftrag des Deutschen Real Estate Funds ergeben.

Nicht nur Studenten können sich das Wohnen in den Innenstädten bald nicht mehr leisten. Auch andere einkommensschwache Gruppen spüren diese Entwicklung.

Im Vergleich zu anderen Städten liegen Hamburg und Kiel bei der Preisentwicklung noch im Mittelfeld, sagte der Leiter der Studie, Michael Voigtländer, der Deutschen Presse-Agentur. Rund 37 Prozent mehr Miete mussten Hochschüler 2016 in Berlin abdrücken als noch vor sechs Jahren. In Hamburg waren es 15,6 Prozent und in Kiel 16,5 Prozent.

Die Forscher untersuchten insgesamt die Situation in 15 Groß- und Universitätsstädten. Dabei schauten sie sich auch die Entwicklung der Durchschnittsmieten an. Mussten Studenten im ersten Halbjahr 2010 noch sechs Euro pro Quadratmeter bezahlen, waren es im ersten Halbjahr dieses Jahres bereits sieben Euro. In Hamburg kletterte der Preis von neun auf elf Euro.

Die Betrachtung einer exemplarischen studentischen Musterwohnung inklusiver Nebenkosten ergab: In Kiel erhöhte sich der Preis von 331 auf 364 Euro, in Hamburg von 422 auf 466 Euro. „Hamburg ist deutlich teurer“, sagte Voigtländer. „Ist allerdings vom Preisniveau her nicht so hoch wie beispielsweise München.“ Die Hochschüler konkurrierten mit anderen Gruppen um günstige kleine Wohnungen - etwa mit Berufsanfängern, Pendlern oder Senioren. In Städten wie Bochum oder Siegen sei die Lage noch relativ entspannt.

Die Auswertung bezieht sich nach Angaben des Studien-Leiters auf den freien Wohnungsmarkt, beinhaltet Zimmer in Wohngemeinschaften und kleine Wohnungen. Studentenwohnheime wurden ausgeklammert. „Die liegen deutlich unter dem Markt, aber da gibt es natürlich auch lange Wartelisten.“

Die 2015 eingeführte Mietpreisbremse habe bislang noch keine sichtbaren Ergebnisse gebracht. „Wir werden weitere Preissteigerungen erleben“, ist sich Voigtländer sicher. „Wir haben in den meisten Städten eben das Problem, dass zu wenig gebaut wird. Der Druck bleibt hoch.“

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erstellt am 04.Okt.2016 | 08:41 Uhr

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