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Kiel

05. Dezember 2016 | 11:35 Uhr

Platz 1 für die Kiele in Blau-Weiß

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

70. Kieler-Woche-Plakat: Heidelberger Grafik-Designer Götz Gramlich siegt mit kontrastvollem Segel-Motiv aus der Unterwasser-Perspektive

Er hat Ecken und Kanten, der Siegerentwurf für das Kieler-Woche-Plakat 2017. Auf manche Betrachter wirkt das maritime Design in Blau (genauer: „Cyan“) und Weiß recht unruhig, die Jury sieht darin einen kraftvollen Ausdruck, viel sportliche Dynamik und lebendigen Kontrast. Doch das „Leitmotiv“, welches wohl nicht nur Kiels OberbürgermeisterUlf Kämpfer selbst erst auf den zweiten Blick erkannt hat, hat die Jury besonders überzeugt: die Bootskiele.

So naheliegend, doch in 70 Jahren Kieler-Woche-Plakat noch nie im Fokus der Künstler gewesen: Er habe den Blick auf etwas richten wollen, das man sonst nicht sieht, sagte der Gestalter des Sieger-Motivs, der Heidelberger Grafik-Designer Götz Gramlich (Jahrgang 1974), gestern am Telefon zu Stadtpräsident Hans-Werner Tovar. Der hatte ihm gerade mitgeteilt, dass er den Einladungswettbewerb der Landeshauptstadt gewonnen hat. „Er hat das Unsichtbare sichtbar gemacht. Es war ja immer da, er hat es nur an die Oberfläche geholt“, schwärmte denn auch das ständige Jury-Mitglied Prof. Bernard Stein.

Kiele, Schwerter und Finnen, die Booten unter Wasser Stabilität geben, dominieren in Blau und Weiß das Design des Plakats. Nicht nur des Wortspiels wegen lautete also das (fast) einhellige Urteil der siebenköpfigen Jury aus Fach- und Sach-Juroren: „Mehr Kiel geht nicht!“. Sechs der sieben Mitglieder hatten sich für diesen Entwurf ausgesprochen – ohne allerdings zu wissen, wer ihn eingereicht hatte. Denn die Plakatideen im Wettbewerb, an dem insgesamt fünf eingeladene Bewerber aus Kiel (Studenten der Muthesius-Hochschule), Leipzig, Teheran/Iran und der Schweiz sowie aus Heidelberg teilnahmen, werden stets anonym bewertet.

Seit 1948 werben wechselnde Kieler-Woche-Plakate für die Segel- und Festwoche in Kiel. Und, wie Hans-Werner Tovar bemerkte: „Es sollte das Herz der Stadt treffen. Wohl in keiner anderen Stadt wird über ein Plakat so viel diskutiert wie in Kiel. Das ist einzigartig.“

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erstellt am 21.Sep.2016 | 10:45 Uhr

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