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Kiel

05. Dezember 2016 | 11:29 Uhr

Studentenbuden : Pläne für neues Studentenheim mit 155 Einheiten

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die Hermann-Ehlers-Stiftung will auf dem Campus bauen und die Wohnungsnot der Studenten lindern. 155 Wohnungen sll das geplante Haus aufnehmen. Bislang stehen dem Projekt aber rechtliche Vorgaben aus dem gültigen B-Plan entgegen.

Auf dem Campus der Christian-Albrechts-Universität (CAU) soll ein neues Studentenwohnheim entstehen. Die Hermann-Ehlers-Stiftung (HES) will es in Sichtweite des Audimax hochziehen und auf diese Weise schätzungsweise 155 Wohn-Einheiten schaffen. Die Sache hat nur einen kleinen Haken: Das Projekt läuft nicht ganz konform mit den Vorgaben, die der gültige Bebauungsplan stellt.

Generell dürfen in dem Areal an der Ludewig-Meyn-Straße gleich neben der Mensa I und dem Büro des Studentenwerks nur zweigeschossige Gebäude entstehen. Die Planungen sehen aber eine gestaffelte Anlage vor, die in der Spitze auf vier und fünf Etagen wächst. Allerdings finden sich die höheren Abschnitte neben den bestehenden, ebenfalls mehrgeschossigen Universitätshäusern. In der Nachbarschaft der Wohngebäude gehen die Planer der HES von nur zwei Geschossen aus. „Eine Beeinträchtigung der benachbarten Wohnbebauung ist nicht erkennbar“, schreibt Bürgermeister und Baudezernent Peter Todeskino. Für die Ausnahmeregelung braucht er die Zustimmung des Bau-Ausschusses.

Vorgestellt wurden die Pläne bereits im Ortsbeirat Ravensberg  / Brunswik  /  Düsternbrook. Anfang des Monats nahm man sie dort mit Sympathie auf. Kein Wunder: Der Wohnungsmarkt in Kiel ist angespannt, speziell die Nachfrage nach kleinen Wohnungen für Studenten ist riesig (wir berichteten). „Leider sind für das Wintersemester 2016  /  2017 alle Zimmer vergeben. Bitte sehen Sie von einer Bewerbung ab“, heißt es denn auch im einleitenden Satz auf der Internetseite der Hermann-Ehlers-Akademie (HEA). Sie bietet in Kiel insgesamt 86 Appartements von 11 bis 23 Quadratmeter Größe an, der Miete liegt zwischen 210 und 340 Euro. Mit dem neuen Haus könnten HEA und HES ihr Angebot nahezu verdreifachen.

„Das Bauvorhaben dient dem Allgemeininteresse“, heißt es in der Vorlage für den Ausschuss. Es sei zudem städtebaulich vertretbar. Damit erfüllt das Projekt nach Einschätzung von Todeskino wesentliche Kriterien für die Befreiung von den Vorgaben des B-Plans. Wann das neue Studentenheim hochgezogen wird, steht noch nicht fest. Gegenwärtig liegt ja der Stadt, abgesehen vom Verlangen auf Ausnahme-Genehmigung, noch gar kein prüffähiger Bau-Antrag vor.

Studenten, die zurzeit dringend eine Wohnung suchen, dürfte das Zukunftsprojekt vermutlich nicht weiterhelfen. Vor 2018 wird das neue Studentenwohnheim kaum fertiggestellt sein – und das ist schon eine zeitlich optimistische Prognose.

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erstellt am 24.Nov.2016 | 18:57 Uhr

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