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Kiel

07. Dezember 2016 | 15:39 Uhr

Partnerschaft mit San Francisco wäre „eine Ehre“

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Kiel und die US-Metropole streben enge Kooperation an

Die Landeshauptstadt Kiel ist auf dem Weg dahin, Deutschlands einzige Partnerstadt der amerikanischen Westküsten-Metropole San Francisco zu werden. Die Fördestadt würde sich in eine Reihe von derzeit 17 Partnerstädten weltweit wie Paris, Barcelona, Sydney oder Osaka einreihen – pro Land ist laut Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) nur eine Stadt als Partner möglich. Für ihn wäre es „eine große Ehre und etwas ganz Besonderes“, wie er betont. Gerade in wirtschaftlicher und wissenschaftlicher Hinsicht könnten nicht nur Kiel, sondern die ganze Region und das Bundesland von einer Städtepartnerschaft mit San Francisco und dessen Nähe zum „Silicon Valley“ profitieren. Kiel hat bislang elf Partnerstädte, etwa Brest (Frankreich), Coventry (Großbritannien) und Tallinn (Estland). Die USA sind noch nicht darunter.

Was als Idee vor einem Jahr begann, gefördert durch zwei Kieler Unternehmensberater und deren verwandtschaftliche Beziehungen ins Rathaus von San Francisco, nahm im Sommer an Fahrt auf und entwickelte sich jetzt bei einer Delegationsreise in die USA, an der Oberbürgermeister Kämpfer teilnahm, zu einem „Meilenstein auf dem Weg zur Partnerschaft“, so Kämpfer: Er und der Mayor (Bürgermeister) von San Francisco, Edwin M. Lee, unterzeichneten im Rathaus der kalifornischen Stadt feierlich ein von den Amerikanern initiiertes „Memorandum of Intent“, eine Absichtserklärung beider Städte, in der sie eine enge Kooperation und kommunalen Austausch anstreben. Beide Städte seien globale Exzellenz-Zentren voller Kultur, Outdoor-Aktivitäten und Sport sowie Nachhaltigkeit und Vielfältigkeit, heißt es in dem Dokument. Darin liege die Chance, voneinander zu profitieren. Kulturelle und wirtschaftliche Verbindungen von Institutionen, aber auch Bürgern sollen gestärkt werden.

Hintergrund der USA-Reise: Zusammen mit dem Chef der Kieler Staatskanzlei, Thomas Losse-Müller, reiste Kämpfer mit einer Delegation aus rund 50 Vertretern der Wirtschaft und Wissenschaft ab dem 5. September durch Amerika. Dabei ging es auch ins „Silicon Valley“, um sich Anregungen für die heimische „digitale Strategie“ zu holen und Kontakte zu knüpfen. Kämpfer kam gestern zurück. Völkerverständigung, aber auch Chancen für hiesige IT-Unternehmen verknüpft Kämpfer mit der Kooperation: „Wir witzeln hier schon von ’Silicon Förde’“, sagte er gestern gut gelaunt.

Das Deutsche Generalkonsulat in San Francisco unterstütze das Vorhaben, so Kämpfer. Er werde das Anliegen den politischen Gremien in Kiel erklären. Über eine Partnerschaft entscheidet die Ratsversammlung. Kämpfer: „Ich habe Bürgermeister Lee zu einem Kiel-Besuch im nächsten Jahr eingeladen. Vielleicht sind wir dann ja schon so weit.“

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erstellt am 12.Sep.2016 | 06:02 Uhr

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